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Mit stolzer Bilanz vom Dach der Welt zurück
Mit stolzer Bilanz vom Dach der Welt zurück
01.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Rainer Wollenschneider

Rastatt/Kathmandu - Mit einer stolzen Bilanz kehrten 44 Teilnehmer kürzlich von einer Nepalreise zurück. Unter der Leitung von sieben Mitgliedern der Familie Overlack waren unter anderem auch sechs Vertreter der Rastatter August-Renner-Realschule dabei. Man besichtigte einige der 73 Häuser, die nach dem Erdbeben vom April 2015 wieder errichtet worden sind und unter anderem geförderte Neubauten von Schulen in Sikles und Lekhnath.

Hilfe zur Selbsthilfe schreibt seit über 25 Jahren Jörg Overlack ganz groß: "Wir machen nichts in Nepal, ohne dass sich die Unterstützten an einer Maßnahme beteiligen." Ein Paradebeispiel sei die vom Erdbeben zerstörte Schule in Sikles unterhalb des beeindruckenden Annapurna-Massivs. Die Schule für 200 Schüler wurde in der Rekordzeit von acht Monaten von der Planung bis zur Fertigstellung realisiert. Dazu wurden aus dem Overlack-Fonds 70 000 Euro beigesteuert, 20 000 Euro kamen von der Schule selbst.

Auch bei der Einweihung neuer Klassenräume für Abitursklassen in der Morning Glory School in Leknath war die Overlack-Truppe dabei. Mit 20 000 Euro wurde mehr als die Hälfte des Neubaus bezuschusst. Damit können nun 60 Kinder mehr in die Schule gehen und den aufwendigen Weg in die Stadt Pokhara sparen. Aus den Spendengeldern, groß und klein, waren diese Maßnahmen möglich, die Einschränkungen durch das große Erdbeben zu lindern, damit die Bildungsarbeit weitergehen kann. "Wir haben die Schulen und Häuser erdbebensicher und mit Toiletten errichten können", merkt Projektleiter Jörg Overlack an. Jetzt wolle man sich wieder verstärkt der Förderung der Bildungsarbeit von Schülern widmen.

Dazu ist mittlerweile die Zahl der geförderten Kinder durch Patenschaften auf 850 angewachsen. 260 Schüler haben durch die Hilfe von Nepal-Kinder-Overlack die Schulen bereits abschließen können und führen ein selbstbestimmtes Leben in einem Land, in dem Kinderarbeit zur Existenz der Familien Alltag ist.

Manche geförderten Schüler studieren inzwischen im Ausland. So der allererste unterstützte Schüler Shiva, der Physik in den USA studiert. An der ersten Schule von vor über 25 Jahren, der Morning Star Secondary School, sind aus drei ehemaligen Schülerinnen Lehrerinnen geworden.

Aktuell werden durch Sponsorengelder 120 Kinder bis zur Klasse zwölf in die Förderung neu aufgenommen. Das bedeutet einen Aufwand von zirka 170 Euro pro Kind im Jahr für Schulgeld, Schulkleidung und Bücher. Und das in einem Land mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 200 Dollar pro Jahr. "Wir müssen es in unserem Rahmen abfangen, dass drei Millionen Menschen ins Ausland gehen. Nur so kann sich das Land weiterentwickeln", stellt Overlack fest.

Eine wichtige Rolle kommt dabei auch der August-Renner-Realschule zu, die seit Jahren mit Schulaktivitäten aktive Nepalhilfe betreibt. Dabei hat der ehemalige Konrektor Reinhold Weisenburger eine elementare Rolle übernommen. Man widmet sich neu der Schule in Deurali, wo für 140 Schüler an der finanziellen Förderung der Schulausstattung gearbeitet wird.

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