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Auer Grund: Gefürchtete Engstelle
Auer Grund: Gefürchtete Engstelle
07.06.2019 - 00:00 Uhr
Au am Rhein/Iffezheim (ema) - Der zweite Schiffsunfall auf dem Rhein innerhalb weniger Tage rückt den sogenannten Auer Grund in Höhe des Hafens Lauterburg in den Blick. Nachdem in der vergangenen Woche ein Tankmotorschiff havariert war, erwischte es in der Nacht zu Donnerstag ein Kreuzfahrtschiff an derselben Stelle.

Der Wasserschutzpolizei Karlsruhe ist die heikle Stelle bei Rheinkilometer 349 bestens bekannt. Ein Polizeisprecher sagte dem BT, die Engstelle sei "kniffelig": "Wenn sich da zwei Schiffen begegnen, wird's kompliziert."

Nach Behördenangaben war das mit 235 Menschen besetzte Fahrgastkabinenschiff gegen 23.55 Uhr flussabwärts mit einer roten Fahrwassertonne kollidiert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war das 134 Meter lange Schiff zuvor aufgrund einer starken Windböe nach Backbord gedriftet. Passagiere wurden nicht verletzt.

Bei dem Zusammenstoß verfing sich die Kette der Fahrwassertonne im Antrieb des Schiffs. Eine Weiterfahrt bis in das Unterwasser der Schleuse Iffezheim war noch möglich. Taucher befreiten dort gestern Morgen den Antrieb von der Kette der Fahrwassertonne. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an. Man könne auch einen technischen Defekt oder Fahrfehler als Ursache nicht ausschließen, sagte der Polizeisprecher.

Erst vergangene Woche hatte ein mit 2 400 Tonnen Benzin beladenes Tankmotorschiff beim Auer Grund wegen Unachtsamkeit des Schiffsführers in der Engstelle eine rote Fahrwassertonne überfahren, die mitsamt der Tonnen- und Grundkette in den Antrieb des Schiffes geriet und dessen Propeller blockierte. Nur durch ein Notankermanöver konnte Schlimmeres verhindert werden. Da das 110 Meter lange und elf Meter breite Schiff daraufhin manövrierunfähig in einem Kurvenbereich quer im Fahrwasser lag und somit eine akute Gefahr darstellte, wurde die Schifffahrt für zwei Stunden gesperrt. Ein weiteres Tankmotorschiff konnte den Havaristen längsseits nehmen und in den Hafen Lauterburg bringen. Taucher befreiten dort den Propeller von den Ketten und der Fahrwassertonne.

Laut Polizei hatten die Havarien nichts mit dem Wasserstand zu tun, der gerade gute Bedingungen biete. Die Engstelle müsse man aufgrund der Gegebenheiten der Fahrrinne hinnehmen.

Neben dem Auer Grund gilt auch der Apothekergrund bei Hochstetten als knifflige Engstelle auf dem Rhein. Auch dort musste die Wasserschutzpolizei vergangene Woche zu einer Havarie ausrücken.

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