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Durmersheim hat nun eine echte Ortsmitte
Durmersheim hat nun eine echte Ortsmitte
08.06.2019 - 00:00 Uhr
Durmersheim (HH ) - Nur der Regen und die zurückgegangenen Temperaturen passten nicht ins Bild, als am Donnerstag der Hildaplatz übergeben wurde. Geradezu geblendet konnte man sich dagegen durch die Worte fühlen, mit dem die vollständig gepflasterte Fläche vor dem Ärztehaus in der Poststraße gepriesen wurde. Es sei "etwas Tolles entstanden", lobte Bürgermeister Andreas Augustin.





Siegfried Baumgart von der Lokalen Agenda, die Anstöße zu dem Projekt gegeben hatte, sprach von einem "großen Tag" für Durmersheim, der Platz sei ein "Kristallisationspunkt" für den Ort. Endlich habe die Gemeinde "ein Zen-trum", ein "Forum", einen "Marktplatz", zitierte Baumgart die vor zehn Jahren formulierten Zielvorgaben für das nun fast vollendete "große Projekt".

Wie der Bürgermeister mitteilte, fehlen noch Bäume, die im Herbst gepflanzt werden sollen, und Blumenkübel anstelle der Betonhocker, die man nur vorübergehend zur Abwehr von Autos aufgestellt habe. Die steinernen Sitzstufen, die den Platz an zwei Seiten säumen, sollen zudem noch "Holzpolster" bekommen.

Im vergangenen Monat wurde im Gemeinderat bemängelt, dass es nur zwei statt der vorgesehenen vier Sitzebenen gebe. Die Ursache dieses angeblichen Mangels konnte bei der Platzübergabe auf BT-Anfrage beim Bürgermeister und beim Architekten Andreas Adler nicht eindeutig geklärt werden. Der Planer sah keinen Fehler, sondern ein Missverständnis. Lediglich ein Modellbeispiel des Herstellers sei vierstufig gewesen, die Entwürfe nie.

Bei der Übergabe war das Thema vergessen. Bürgermeister Augustin rief die im November 2011 im Gemeinderat präsentierten Ideen einer Gruppe von Architekturstudenten in Erinnerung und die umfangreiche Bürgerbeteiligung, die "vorbildlich" gewesen sei und so gründlich, dass man es sich besser nicht vorstellen könne. Dem lang gestreckten Ort habe ein "echtes Zentrum" gefehlt, dankte Augustin der Lokalen Agenda um Baumgart und Architekturprofessor Wolfgang Bley für die Mitwirkung.

Glaubt man dem Architekten, hat die "Großgemeinde" Durmersheim mit dem Hildaplatz ihre "städtebauliche Mitte" bekommen. Die Kosten sind im Haushaltsplan mit 676 000 Euro angegeben, das Land steuert eine Förderung in Höhe von 178 000 Euro bei. In der Berechnung enthalten ist auch der Abbruch von Gebäuden an der Speyerer Straße. An ihrer Stelle wurde Gras eingesät. Man hofft zudem auf einen Investor für einen gastronomisch nutzbaren Neubau.

Die ortsgeschichtliche Entwicklung der Ecke wurde von Josef Tritsch, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Heimatpflege, kurz umrissen. Am Ärztehaus hat der Verein eine Informationstafel mit den entsprechenden Angaben angebracht.

Zu der ohne Formalien vollzogenen Platzeinweihung war auch der Brunnen als optischer Mittelpunkt in Gang gesetzt worden. Fortan sollen aus den sieben Öffnungen täglich von 10 bis 20 Uhr Fontänen sprudeln, schlank und klein gehalten.

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