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Umkämpfter Kleintiermarkt
08.06.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt/Muggensturm (dm) - Nach aktuellem Stand der Dinge ist der traditionelle Kleintiermarkt beim Rastatter Kleintierzuchtverein erst einmal Geschichte. Vor allem mit der Abwanderung eines Großhändlers von Rastatt nach Muggensturm hat sich das Marktgeschehen dorthin verlagert. Den Rastatter Verein, der zuletzt unter Mitgliederrückgang litt, trifft dies: Der Markt war als wichtige Einnahmequelle bezeichnet worden, die nun zunächst wegbricht.



Städtische Vereinsförderung gibt es nicht - die Kleintierzüchter fallen nicht unter die entsprechenden Statuten. Ohne neue Einnahmequelle stellt sich gar die Existenzfrage, heißt es nun.

Der Verein startete zwar im Mai einen Versuch mit einem neuen Großhändler. Da dieser aber aus Nordrhein-Westfalen und damit von weit außerhalb der Region kommt, müssen - so will es die Geflügelpestverordnung - alle Geflügelhändler, die am Markt teilnehmen, tierärztliche Gesundheitszeugnisse vorlegen, die längstens einen Tag alt sind. Das Veterinäramt pocht auf Einhaltung der Bestimmungen; und das ist mit Aufwand verbunden.

Beim Muggensturmer Kleintiermarkt, wo wie zuvor in Rastatt alle Händler aus dem eigenen Landkreis oder aus Nachbarkreisen kommen, ist dies - wie ebenfalls zuvor in Rastatt - derzeit nicht erforderlich. Klar, so heißt es in der Szene, dass es die heimischen Händler dann eben dorthin zieht. Vergangenen Sonntag fiel der Rastatter Markt prompt aus.

Der Vorgang ist mit einigen Misstönen verbunden. Vorwürfe, denen zufolge man den Rastattern den Markt habe wegnehmen wollen, weist der Muggensturmer Verein weit von sich. Bei der Jahreshauptversammlung, bei der Wolfgang Müller zum neuen Vorsitzenden in Rastatt gewählt worden war, sei klar gesagt worden, dass man den Markt aufgrund des Aufwands aufgeben werde, wie unter anderem der dabei anwesende Vorsitzende des Kreisverbands der Rassegeflügelzüchter, Konrad Lienhart, bestätigt.

Nur deshalb, so betont Uwe Neidhardt für die Muggensturmer Züchter, habe man alles in die Wege geleitet, um sofort zu übernehmen, damit sich die Sache "nicht verläuft". Müller indes sagt, dass dies zwar aufgrund des Absprungs von Helfern bei der Versammlung zwischenzeitlich Stand der Debatte gewesen sei - am Ende sei man aber übereingekommen, den Markt fortzuführen.

Anfang Mai, am bis dato letzten und aufgrund der Umstände verkleinerten Rastatter Markt, dann eine erste Eskalation: An der Zufahrt stand ein Mann mit Kleinlaster, der für den Markt in Muggensturm warb und die Leute darauf hinwies, dass sie dorthin fahren sollten. So bestätigt es die herbeigerufene Polizei gegenüber dem BT. Es sollte eben darüber informiert werden, dass der gewohnte Großhändler nun woanders steht, heißt es von Muggensturmer Seite.

Ausgestanden ist die Sache nicht. Beim Regierungspräsidium liegt eine Beschwerde aus Rastatt vor, weil man vom Veterinäramt Gleichbehandlung fordert. Es gebe Hinweise darauf, dass in Muggensturm zwar alle Händler aus der Region und direkten Nachbarschaft kommen, nicht aber alle Tiere, die dort angeboten würden. Wie das Amt auf Anfrage des BT erläuterte, müssen die Anbieter Bestandsregister führen. Es werde, so hieß es, stichprobenartig kontrolliert.

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