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"Klimabündnis Rastatt" sucht Mitstreiter
'Klimabündnis Rastatt' sucht Mitstreiter
13.06.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (nora) - "Klimawandel geht uns alle an." Diese Auffassung vertritt eine Gruppe von Menschen, die sich auf Initiative von Erwin Groß aus Ottersdorf zusammengefunden hat. Groß und seine Mitstreiter, darunter Roland Walter und Uschi Böss-Walter, wollen ein "Klimabündnis Rastatt" aus der Taufe heben, um gemeinsam Projekte für den Klimaschutz umzusetzen.


Am Mittwoch, 26. Juni, um 19.30 Uhr, findet bei Groß in der Schilfstraße 20 die Gründungsversammlung statt. "Alle, die nicht nur über den Klimawandel reden, sondern aktiv werden wollen, sind herzlich eingeladen", sagt er.

Roland Walter ermutigt ebenfalls zum Mitmachen: "Dass zuerst mal der Bund oder die EU oder sonst wer etwas tun müssten, damit wir etwas tun können, ist eine Schutzbehauptung. Gemeinsam können wir schon heute viel bewegen." Als mögliche Mitstreiter hat Walter bereits ehemalige Mitglieder des Arbeitskreises Klima und Energie angesprochen, den Manfred Schieß initiiert und geleitet hatte. Nach dessen Tod 2017 waren die Aktivitäten zum Erliegen gekommen.

Die Gründer des neuen Rastatter Klimabündnisses haben bereits ein erstes konkretes Projekt im Blick, das schon seit vier Jahren fertig ausgearbeitet in der Schublade liegt. Es geht um die Aufforstung der Mangrovenbestände in Saint-Louis im Senegal. Das Projekt ist Teil eines Maßnahmenplans, der im Rahmen einer von den Rastatter Naturfreunden angeregten Klimapartnerschaft zwischen Rastatt und Saint-Louis erarbeitet worden war. "Dieses Konzept hat der Rastatter Gemeinderat 2015 leider abgelehnt", bedauert Uschi Böss-Walter, die mit viel Herzblut an dem umfangreichen Papier mitgearbeitet hatte. Auf eigene Initiative haben sie und ihr Mann den Kontakt mit Saint-Louis aufrechterhalten und tatsächlich schon einiges bewegt. So sind dort inzwischen ein Kinderhort und ein Umwelt- und Ausbildungszentrum für Mädchen mit inzwischen 130 Schülerinnen entstanden.

"Was aber immer noch drängt, ist der Klimawandel", berichtet das rührige Ehepaar, das erst im Mai wieder im Senegal war. "Die Küstenerosion schreitet unglaublich schnell voran. Jedes Jahr fallen Häuser ins Meer." Hinzu kämen Dürre, Versalzung der Böden, Überschwemmungen und schwindende Fischbestände. "Das entzieht den Menschen ihre Lebensgrundlage und erzeugt einen Migrationsdruck." Die Wiederaufforstung der Mangrovenwälder könnte diesem Trend entgegenwirken. Denn die Mangroven schützten die Küste vor Erosion und Überflutung. Zudem böten sie einen Lebensraum für viele Tiere. Erwin Groß betont zudem die hohe Relevanz des Projekts für den Klimaschutz: "Mangrovenwälder gehören zu den produktivsten Ökosystemen der Erde und binden bis zu fünfmal so viel CO wie tropische Regenwälder."

Um die vorliegenden Pläne für das Mangrovenprojekt umsetzen zu können, wären rund 50 000 Euro notwendig. Wie die Finanzierung gewährleistet werden kann, soll bei der Gründungsversammlung besprochen werden. Daneben geht es darum, weitere Ideen für Klimaprojekte zu sammeln. Wer an dem Treffen teilnehmen will, kann sich per E-Mail melden: kontakt@erwin-gross.de.

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