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IG Metall debattiert Zukunftsstrategie
IG Metall debattiert Zukunftsstrategie
14.06.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Die IG Metall Gaggenau sieht sich stabil und in der Region erfolgreich: 23 902 Mitglieder zählt sie aktuell und damit rund 200 mehr als noch vor einem Jahr; davon sind 14 854 (und damit rund 100 mehr) in den Betrieben beschäftigt, in der die Gewerkschaft Arbeitnehmer vertritt. Der Organisationsgrad wird als hoch bezeichnet. Gleichwohl stellt sich die Frage, wie sich die IG Metall angesichts der Herausforderungen der sich verändernden (Arbeits-)Welt positioniert. Derzeit wird die Strategie für die nächsten zehn Jahre erarbeitet.


Bei einer Delegiertenversammlung am Mittwochabend in Rastatt wurden in Gruppenarbeit hierfür unter dem Motto "Zukunft. Denken, g estalten, handeln" die nach Ansicht der Teilnehmer wichtigsten Themen erarbeitet. Ziel ist es, die "Strategie 2.0" dann im Dezember zu beschließen.

Wie die Erste Bevollmächtigte Claudia Peter anfangs skizzierte, arbeiteten derzeit mehr Beschäftigte im Zuständigkeitsbereich der IGM Gaggenau - Landkreis Rastatt (ohne Bühl) und Baden-Baden - unter tariflichen Bedingungen als zuvor. Dies liege an der steigenden Zahl der Haustarifverträge, die man abschließen konnte. Derzeit acht (ehemals fünf) zähle man zurzeit, in zwei Firmen sei man noch in Verhandlungen. Das zeige, "dass wir durchaus handlungsfähig sind", wie Peter betonte. Bundesweit verabschiedeten sich indes immer mehr Betriebe aus Flächentarifverträgen - von einer "Erosion" ist die Rede; in der Region sei man von ehedem acht bei inzwischen noch vier Betrieben, die über Südwestmetall tarifgebunden sind. Auf Dauer brauche man Flächentarifverträge, um für Arbeitsplätze ein Niveau mit Signalwirkung zu erhalten.

Ein Thema ist die Einflussnahme - in den Betrieben und in der Politik. Gerade die kommende Transformation der Arbeitsplätze - Stichworte E-Mobilität und Digitalisierung - stand dabei am Mittwoch auf der Liste der wichtigen Themen ganz vorne. Noch hänge im Schnitt knapp jeder zweite Arbeitsplatz in der Region vom Verbrennungsmotor ab; und die Digitalisierung werde künftig etwa ein Drittel der bisherigen Tätigkeiten ersetzen, wie es am Mittwoch hieß.

Klar, dass die Delegierten den Arbeitsplatzerhalt und -ausbau und die Tarifbindung als Gewerkschaftsaufgaben und Ziele ganz oben auf die Liste setzten, mit Blick auf die Veränderungen samt Qualifizierung/Weiterbildung, die Förderung von Innovationen und den Ausbau der Infrastruktur. Die Mitgliederzahl vor allem in den Betrieben soll weiter gestärkt und der Organisationsgrad erhöht werden. "In der heutigen Zeit ankommen" müssten dabei auch die Funktionäre - sowohl von der Denkweise als auch in der Kommunikation, wurde festgestellt. Auch mehr Öffentlichkeitsarbeit, und zwar in leichter, verständlicher Sprache, wurde gewünscht, als es um die Analyse bestehender Schwächen ging. Konkret beschäftigen die Delegierten zudem die Themen Leiharbeit, Mindestlohn, Wertigkeit der Arbeit und Demografie.

Eine Gruppe setzte des Weiteren die Verringerung des "Rechtsrucks" in den Fabriken aufs Tableau. Deutschlandweit, so Claudia Peter, fänden sich laut jüngster Wahlanalyse unter Gewerkschaftsmitgliedern "überproportional viele AfD-Wähler. Damit müssen wir uns auseinandersetzen."

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