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Schluss mit "Frei Parken" in Anliegerstraßen
22.06.2019 - 00:00 Uhr
Ötigheim (as) - Nicht nur auf der Freilichtbühne gibt es heute Abend eine Premiere: Die Gemeinde Ötigheim startet mit Saisonbeginn der Volksschauspiele auch ein Pilotprojekt, um den Besucher-Parkverkehr aus den Anliegerstraßen zu verbannen.

"Wir haben in den vergangenen Jahren viel unternommen und investiert, um zusätzliche Parkplätze zu schaffen", erklärt Bürgermeister Frank Kiefer auf BT-Anfrage. Infolgedessen gibt es nun die rote Karte für Unbelehrbare: Vier Anliegerstraßen im Telldorf werden jeweils zwei Stunden vor Spielbeginn abgesperrt, um Pkws diese kostenlose Parkmöglichkeit zu nehmen.



Denn oftmals wurden Autos nicht nur in Halteverbotsbereichen geparkt, sondern teils auch Rettungswege blockiert - nicht nur ein Ärgernis, sondern auch eine Gefahr. Nibelungen-, Karl-, Hindenburg und Wilhelm-Tell-Straße (auch im rückwärtigen Bereich ab der Josef-Saier-Straße) werden daher an den Spieltagen jeweils zwei Stunden vor Spielbeginn ab der Rastatter Straße für den öffentlichen Verkehr gesperrt. "Wir wollen damit auch die Anwohner schützen", betont Kiefer. Die Wege, wie diese trotzdem ihre Häuser erreichen, würden diese kennen, befürchtet er hier keine Probleme. Den Besuchern von außerhalb, die sich absolut nicht zurechtfinden, stehen die Parkwächter gerne mit Rat zur Seite.



Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren insgesamt 300 neue Parkplätze für die Besucher der Freilichtbühne geschaffen. Zudem gibt es ein kostenloses KVV-Ticket in Verbindung mit dem Kauf der Eintrittskarte sowie kostenlose Stellplätze in den Streuobstwiesen vor der Bahnunterführung an der Ortseinfahrt, von wo aus die Freilichtbühne sicher fußläufig zu erreichen sei. "Das ist ein attraktives Angebot", ist Kiefer überzeugt. Damit gebe es keinen Grund mehr, in den Seitenstraßen zu parken. Und auch die drei Euro Parkgebühr pro Pkw seien moderat im Vergleich zu anderen Veranstaltungsorten. Hintergrund ist, dass bei Kontrollen zu Beginn der Aufführungen 2018 festgestellt wurde, dass noch genügend Parkplätze vorhanden gewesen wären - und dennoch die Zufahrtsstraßen zugeparkt waren.



Das Pilotprojekt sei mit den übergeordneten Behörden abgestimmt. Nach der Saison soll bewertet werden, ob die Maßnahme die innerörtliche Parksituation verbessert hat
und ob sie in den Folgejahren fortgesetzt wird, erklärt Kiefer.

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