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Die Lichter sind noch an
Die Lichter sind noch an
22.06.2019 - 00:00 Uhr
Von Daniel Melcher

Rastatt - Die gute Nachricht für Anhänger des FC Rastatt 04: Der Spielbetrieb ist wohl gesichert, man hat auch für die kommende Saison beim Fußballverband fristgerecht eine Mannschaft angemeldet. Auch strukturell sei man auf dem Weg, wieder Fuß zu fassen, so der kommissarische Vorsitzende Mathias Berner. Selbstverständlich schien das in den vergangenen Monaten nicht unbedingt zu sein, als der Verein Ende März zunächst ohne Vorstandsteam dastand, in zwei Lager gespalten war und die von der damaligen Vereinsspitze geplante Verschmelzung mit dem Rastatter SC/DJK erst einmal wieder in die Ferne rückte.



Diese hätte ursprünglich schon für die kommende Saison greifen sollen (ab 1. Juli), im Mai hätten die Vereine daher endgültig über die Fusion abstimmen sollen. Doch während es bei Mitgliederversammlungen im März beim RSC/DJK ein einstimmiges Votum dafür gab, trat beim FC 04 eine erkleckliche Anzahl Mitglieder auf die Bremse - so aufgeheizt war die Stimmung, dass Vorsitzender Holger Zimmer, der die Verschmelzung als akute Überlebensfrage sah, nicht mehr zur Wahl antrat; doch ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden (wir berichteten). Auch eine neu formierte Interessengemeinschaft innerhalb des FC, die den eingeschlagenen Weg infrage stellte, konnte keine personellen Alternativen anbieten.

Hintergrund

Aus der festgefahrenen Situation hat man sich inzwischen offenbar lösen können. Die Gefahr, dass bald "die Lichter ausgehen", wie Fusionsbefürworter befürchtet hatten, scheint zunächst gebannt. Mathias Berner, seit 2016 zweiter Vorsitzender, führt den Club derzeit kommissarisch, ein Kreis hat sich gefunden, in dem man, auch unter Mitwirkung von Mitgliedern aus der Interessengemeinschaft, unter anderem Bernd Ziegler, miteinander arbeitet. Zimmer kümmert sich als (Noch-)Schatzmeister um den finanziellen Jahres-/Saisonabschluss.

Der hoch emotionale Ton ist offenbar einem sachlich-konstruktiven gewichen. Man sei sich wieder näher gekommen im Verein, stellt Berner fest. Wenn der turbulente März etwas Positives gebracht habe, dann das, dass nun wieder mehr Leute beim FC 04 bereit seien, auch etwas zu tun, so Berner. Gleichwohl wolle man diesen Kreis noch erweitern - und vor allem ein Vorstandsteam zusammenstellen, das dann möglichst bald bei einer Mitgliederversammlung zur Wahl steht.

Derzeit stelle man eine neue Mannschaft zusammen - man müsse Abgänge verkraften, habe aber auch Zugänge zu vermelden. Das zunächst bescheidene Ziel: Das Team soll gut in de Kreisliga A mithalten können und nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dabei habe man den finanziellen Rahmen für den Spielbetrieb schmälern müssen - und wollen, so der kommissarische Vorsitzende. Es gelte nun, den Verein strukturell, finanziell und sportlich wieder auf eigenständige, gesunde Füße zu stellen und den Umbruch, in dem man sich befinde, gut hinzubekommen. Erst danach werde für den FC 04 das Thema Fusion mit dem RSC/DJK wieder aktuell. Dass sie dereinst wohl kommt, scheint nicht wirklich strittig. Die Vorstände beider Vereine hatten in der Vergangenheit betont, dass es eine gesicherte Zukunft mit angemessen moderner Infrastruktur im Rastatter Süden nur mit einem starken Großverein geben werde.

Dass der Schritt für nicht wenige 04er im März noch nicht gangbar war, lag daran, dass sie in der aktuellen Situation befürchtet hatten, vom RSC/DJK schlicht geschluckt zu werden, wie zu hören war. Man wolle künftig Gespräche auf Augenhöhe führen. Zuerst aber, das habe derzeit Priorität, müsse man den FC 04 wieder aufstellen.

Gleichwohl soll es in den nächsten Tagen ein Treffen mit Vertretern des RSC/DJK geben: Dabei geht es um den gemeinsamen Jugendfußballverein, in denen der Nachwuchs beider Clubs spielt.

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