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Klimapartnerschaft mit St. Louis soll neue Chance bekommen
Klimapartnerschaft mit St. Louis soll neue Chance bekommen
04.07.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (nora) - "Gemeinsam etwas tun gegen den Klimawandel" - unter diesem Motto hatte ein vierköpfiger Initiativkreis um Erwin Groß aus Ottersdorf eingeladen, um ein "Klimabündnis Rastatt" zu gründen. Zehn Personen waren dem Aufruf gefolgt, sodass sich jetzt 14 Klimaschützer in den Räumen von Groß versammelt hatten. Zu der Runde gehörten auch drei Rastatter Stadträte: Neben Roland Walter und Uschi Böss-Walter von den Grünen, die bereits beim Initiativtreffen mit dabei gewesen waren, gesellte sich Sybille Kirchner von der SPD. Ebenfalls gekommen waren Jutta Eckert-Schirmer, Mitglied des Vorstands der Rastatter Naturfreunde, Kevin Schad, der bei der Rastatter Energieagentur arbeitet, sowie interessierte Bürger aus der Region.

"Wir wollen den Arbeitskreis ,Klima und Energie' wiederbeleben, der nach dem Tod von Manfred Schieß zum Erliegen gekommen ist", erläuterte Groß den Hintergrund

Im ersten Schritt möchte das Rastatter Klimabündnis für die Umsetzung eines Projekts sorgen, das seit vier Jahren fertig in der Schublade liegt. Dabei geht es um die Aufforstung von Mangroven-Wäldern in Saint-Louis im Senegal. "Mangrovenwälder binden fünfmal so viel CO 2 wie tropische Regenwälder", betonte Groß. Zudem böten die Bäume Lebensraum für viele Tiere und eine Existenzgrundlage für die Bevölkerung.

Ein Maßnahmenplan für die Aufforstung war im Rahmen der angestrebten Klimapartnerschaft Rastatt/Saint-Louis erarbeitet, 2015 aber vom Rastatter Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt worden. "Wir waren sehr betroffen von dieser Entscheidung", sagte Uschi Böss-Walter. "Die Stadt Rastatt hätte nur die Fördermittel beantragen müssen." Doch nach dem Motto "Was geht uns die Luft im Senegal an" habe die Mehrheit der Stadträte sich gegen das Projekt entschieden.

Roland Walter berichtete von vielversprechenden Gesprächen mit Vertretern anderer Fraktionen, die er kürzlich geführt hat. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im neuen Gemeinderat eine Mehrheit für das Projekt finden", sagte er. Die Grünen-Fraktion wolle einen fraktionsübergreifenden Antrag initiieren. Wenn die Stadt kurzfristig aktiv werde, könne sogar noch die Finanzierung eines Expertenaustauschs über Fördergelder gelingen. Walter wird nun weitere Gespräche mit den Fraktionsvorsitzenden und OB Hans Jürgen Pütsch führen.

Aus der Runde der Klimaaktivisten kamen viele Anregungen, was man noch tun könnte. Alfred Uhrig aus Muggensturm plädierte dafür, die Menschen in der Region zu einer Verhaltensänderung zu motivieren, etwa zum Umstieg aufs Fahrrad. Dazu schlug er vor, das Radwegenetz auszubauen. Jutta Eckert-Schirmer regte an, Informationsveranstaltungen auf dem Kulturplatz durchzuführen. Kevin Schad will ein Repair-Café einrichten. Dorthin können Menschen reparaturbedürftige Gegenstände bringen, die dann von handwerklich begabten Ehrenamtlichen instand gesetzt werden.

Der Kreis vereinbarte, sich am 24. Juli um 19.30 Uhr erneut bei Erwin Groß, Schilfstraße 20 in Ottersdorf, zu treffen, um die inhaltliche Ausrichtung des Klimabündnisses und erste Projekte festzulegen. "Weitere Mitstreiter sind herzlich eingeladen", so Groß.

Eine Anmeldung wird erbeten, E-Mail: kontakt@erwin-gross.de.

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