http://www.spk-bbg.de
"Weitsichtig und zukunftsorientiert"
'Weitsichtig und zukunftsorientiert'
06.07.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Die Stadt Rastatt gibt für Neubau und Neustrukturierung ihrer Technischen Betriebe "richtig Geld aus", wie es OB Hans Jürgen Pütsch gestern formulierte, als die symbolischen ersten Spatenstiche für den Neubau der Sozial- und Verwaltungs- sowie Werkstatt- und Lagergebäude gesetzt wurden. Allein für diese sind es nach derzeitigem Stand 13,8 Millionen Euro.



Die Gesamtkosten für das Projekt, das laut aktuellem Plan 2024 abgeschlossen werden soll, falls die finanziellen Rahmenbedingungen tragfähig bleiben, so der OB, werden gar auf 20 bis 25 Millionen Euro geschätzt.

Es ist - abgesehen vom Kombibad-Vorhaben - das größte städtische Bauprojekt der kommenden Jahre in Rastatt. Dass es notwendig ist, hat sich bereits vor zehn Jahren abgezeichnet, als man "mit Schrecken" festgestellt habe, dass sowohl Zustand des Bauhofs als auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter nicht mehr zumutbar seien, wie Pütsch rekapitulierte. "Erhebliche bauliche Mängel" lautete 2010 das Fazit, das bei einer Klausurtagung des Gemeinderats gezogen wurde. Man brauche dringend einen Neubau, so die Erkenntnis.

"Eile mit Weile" überschrieb der OB gestern, was danach folgte. 2012 bestätigte eine Machbarkeitsstudie, dass ein Neubau erforderlich und damit verbunden eine Neustrukturierung ratsam sei. Alle Arbeitsbereiche - bis auf den Kundenbereich Friedhöfe, der mit seinem Maschinenpark am Waldfriedhof bleibt - sollen dem Ergebnis zufolge an einem Ort konzentriert werden. Noch im selben Jahr stimmte der Gemeinderat zu und beschloss eine Umsetzung in sechs Bauabschnitten. Verzögert wurde das Projekt nochmals, nachdem man sich 2017 vom Architekturbüro trennte, das 2014 den entsprechenden Wettbewerb für sich entschieden hatte (wir berichteten). Das Rastatter Büro "DU plus" (Donnig, Unterstab und Partner) begleitet das Projekt seither. Inzwischen sind Lagerboxen, Salz halle und Silo-Anlage für rund 1,4 Millionen Euro errichtet, Altgebäude abgebrochen und Bürocontainer als Zwischenlösung aufgestellt worden. Jetzt endlich werde von der Firma Eisenbiegler (Bühl) der Hochbau hochgezogen, so der OB; aktuell laufen Gründungsarbeiten auf dem Areal.

Die hohen Investitionen seien "für die nächsten 40, 50 Jahre" zu sehen, betonte Pütsch und bezeichnete die entsprechenden Entscheidungen des Gemeinderats als "weitsichtig und zukunftsorientiert". Schließlich sollen die Nutznießer dieser Ausgaben, mit denen verbesserten Arbeitsbedingungen für die Technischen Betriebe entstehen, am Ende die Bürger sein. Auch den Beschluss, den zentralen Standort an der Plittersdorfer Straße zu behalten, bezeichnete er als richtig, auch wenn das Gelände selbst "schwierig" sei. Möglicherweise muss im Zuge der geplanten Erweiterung des Rastatter Benz-Werks auch der gärtnerische Bauhof noch darauf untergebracht werden.

Zunächst indes sollen bis Herbst 2020 das Sozial- und Verwaltungsgebäude sowie Werkstatt und Lager fertiggestellt werden. Direkt im Anschluss soll es an das innere Betriebsgelände gehen: Neubauten für Schlosser- und Kfz-Werkstätten, weitere Lagerhallen, Garagen für Fahrzeuge und Maschinen stehen dann auf der Agenda - und eben die Umsiedlung des Kundenbereichs Grünflächen.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Sinzheim
Paletten-Ludwig erweitert Produktion

02.07.2019
Erweiterung von Paletten-Ludwig
Sinzheim (cri) -Vor fünf Jahren hat die Firma Paletten-Ludwig mit Sitz in Neuweier beschlossen, ihren Standort im Gewerbegebiet Steinbach zu erweitern. Gestern fand nun der erste symbolische Spatenstich (Foto: cri) auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Nachbargelände statt. »-Mehr
Bühl
Planung für Mammutprojekt auf Zielgeraden

25.06.2019
Mammutprojekt im Klärwerk
Bühl (sie) - Es ist ein Mammutprojekt für den Abwasserzweckverband Bühl und Umgebung: Der Bau einer sogenannten vierten Reinigungsstufe für die Kläranlage in Vimbuch kostet voraussichtlich rund 13,7 Millionen Euro. Spatenstich soll im kommenden Jahr sein (Foto: sie). »-Mehr
Rastatt
Millionen für die Neubauten

25.06.2019
Arbeiten auf Bauhof-Areal
Rastatt (dm) - Die Abbrucharbeiten sind erledigt, die Erdarbeiten und die Baustelleneinrichtung für den Rohbau des neuen Sozial- und Werkstattgebäudes haben begonnen: Am 5. Juli ist der offizielle Spatenstich geplant, im Herbst 2020 soll der Bauabschnitt fertig sein (Foto: dm). »-Mehr
Bühl
IG Metall gibt sich kämpferisch

17.06.2019
Kundgebung auf dem Europaplatz
Bühl (eh) - Beschäftigte von Schaeffler und Bosch haben am Samstag auf dem Europaplatz für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert (Foto: eh). Die IG Metall, die zu der Kundgebung aufgerufen hatte, sprach von 160 Teilnehmern. OB Hubert Schnurr stellte sich hinter das Anliegen. »-Mehr
Gaggenau
Ein kleines Stück Schwarzwald

14.06.2019
Radfahrerkirche erhält Anbau
Gaggenau (uj) - Der Zeitplan ist ambitioniert. Ende Oktober - oder vielleicht im November soll der etwa 300 000 Euro teure Anbau an der Radfahrerkirche Hörden fertig sein. Am Donnerstag wurde mit dem symbolischen ersten Spatenstich das Projekt offiziell gestartet (Foto: Jahn). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
Umfrage

Personalroulette bei der CDU: Ursula von der Leyen wird EU-Kommissionspräsidentin, Annegret Kramp-Karrenbauer ist Bundesverteidigungsministerin. Befürworten Sie diese Entscheidungen?

Ja.
Nein.
Teilweise.
Das ist mir egal.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1