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OB: Klimaschutz ja,
OB: Klimaschutz ja,
13.07.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Die Stadt Bühl hat gerade den Klimanotstand ausgerufen - als erste Kommune in der Region -, in Rastatt haben junge Leute bereits vor einigen Tagen eine Petition gestartet mit dem Ziel, dies ebenfalls zu tun. Die Verwaltung der Barockstadt stellt auf Nachfrage des BT indes klar, dass sie hierfür keine Initiative ergreifen wolle. In Bühl war der Anstoß dazu aus Reihen des Gemeinderats (Freie Wähler) gekommen.

Dabei gehe es vor allem darum, alle Entscheidungen der öffentlichen Hand - jede Baumaßnahme, jede Sanierung, jede Anschaffung, jedes Fest, jede Aktion - unter den Aspekt der Klimaneutralität zu stellen, argumentieren Befürworter der Aktion, dass es um mehr geht als nur um Symbolismus. Auf der Internetseite der Online-Jugendzeitung "Ravolution", von der die Initiative in Rastatt ausgeht, werden Unterschriften dafür gesammelt. 349 haben sich bis gestern Nachmittag dazu bekannt, darunter 183 Rastatter. Beim jüngsten Jugendgipfel, bei dem die Aktion unter anderem präsentiert worden ist, habe man zudem viele Vorschläge für konkrete Aktionen gesammelt, wie Ute Kretschmer-Risché, die die "Ravolutionäre" betreut, auf Nachfrage des BT berichtet. Der Wunsch der Initiatoren: Spätestens 2025 soll alles, was öffentlichen Charakter in Rastatt hat, klimaneutral aufgestellt sein.

Im Rastatter Rathaus finde man zwar großartig, dass sich die jungen Menschen engagieren, gleichwohl stört sich die Verwaltungsspitze offensichtlich am Notstands-Begriff. Schon seit einigen Jahren tue die Barockstadt einiges für den Klimaschutz, fasst Pressesprecherin Heike Dießelberg den Standpunkt von OB Hans Jürgen Pütsch zusammen, bei der Bauleitplanung, bei Grünflächen- und Rahmenplanung. Schon in den 90er Jahren habe man ein Klimaschutzkonzept aufgelegt, das 2013 aktualisiert wurde. Die Stadt nehme Verantwortung für Klimaschutz ernst und sei den Jugendlichen gegenüber offen für Gespräche.

Diese stellen derzeit eine Vorschlagsliste mit konkreten Maßnahmen zusammen, suchen Gespräche und Kooperationspartner. Nur ein Beispiel: So wolle man Döner-Buden, Eisdielen und Kaffee-zum-Mitnehmen-Verkäufer animieren, Wegwerfbehälter durch biologisch zersetzbare oder essbare Alternativen zu ersetzen sowie Stadt und Gewerbeverein dafür gewinnen, einen gemeinsamen Mehrwegbecher zu kreieren.

Jeder, so lautet das Motto, könne zum Erfolg beitragen - nicht (nur) im Großen denken, sondern auch im Kleinen handeln.

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