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Zirkuspoesie auf der Baldenau
Zirkuspoesie auf der Baldenau
12.08.2019 - 00:00 Uhr
Von Frank Vetter

Rastatt - Tiere, Clowns und Akrobatik versprach der Zirkusdirektor im Viermastzelt auf der Baldenau. Und das bekommen die Zuschauer seit Freitagnachmittag beim Circus Rudolf Renz geboten. Ein kleines, feines Programm, das vor allem bei den kleinen Besuchern ein Strahlen auf die Gesichter zaubert.


Manege frei also, und das Programm startete mit einem zirzensischen Klassiker, der Pferdedressur. Sechs weiße Araber dirigierte Zirkusdirektor Rudolf Renz durch das Bühnenrund. Zum Abschluss der Auftaktnummer verabschiedeten sich die beiden letzten Rösser gar mit einem Knicks vom Publikum. Der Chef des Hauses beherrscht den Umgang mit Tieren einfühlsam. Neben den Araberhengsten präsentiert er auch "Mini" und "Maxi", ein kleines Pony und ein gewaltig wirkendes Irish-Tinker-Arbeitspferd. In einem Exotenzug haben schließlich Kamele und Lamas ihren Auftritt. Da konnte es sich ein Mädchen in der ersten Reihe nicht verkneifen, einem vor ihr mit den Vorderhufen auf dem Manegenrand liegenden Huftier die weiche Schnauze zu streicheln.

"Quick Change" bedeutet "Kleidchen wechsel Dich": In rasantem Tempo verblüfft das Duo Montales mit seiner Blitz-Umkleide-Vorführung. Einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn und eine kräftige Nackenmuskulatur benötigt Manuel Renz für seine Stuhlakrobatik. Ob einen, zwei oder schließlich fünf Stühle - Renz balanciert sie auf seinem Kinn. Damit nicht genug, auch eine Bierbank und den dazugehörigen Tisch lässt der Akrobat scheinbar schweben. Was für Manuel Renz das Kinn, das ist für Jaqueline Traber der Hüftschwung: Mit ihm lässt sie bis zu 30 Hula-Hoop Reifen kreisen. Eine besonders schöne Nummer präsentiert Monika Varga aus Ungarn. Sie hat sich der Faszination von Seifenblasen verschrieben und überträgt diese auf das Publikum. Teilweise unwirklich wirkt es, was sie so alles aus der Seifenflüssigkeit an kunstvollen Blasen kreiert. Sie lässt ein Mädchen aus dem Publikum wie in einer Glasvase erscheinen. Das ist echte Zirkuspoesie.

Faszinierend auch, was erneut Manuel Renz mit Feuer anstellt. Er präsentiert sich als Feuerschlucker und -Speier, wobei er beeindruckende Stichflammen erzeugt.

Was darf in keinem Zirkus fehlen? Die Clowns. Bei Rudolf Renz heißen die beiden Spaßmacher Flocki und Beppo. Zur größten Freude der Kinder holen sich die lustigen Gesellen für ihre Nummern Erwachsene aus dem Publikum, die sich, zumindest in der Samstagsvorstellung, auch wacker schlugen und für viele Lacher sorgten.

Das nur fünfköpfige Ensemble des Circus Rudolf Renz vermittelt noch bis 18. August diese ganz besondere Atmosphäre des Zirkuszelts und bietet die Gelegenheit, Akrobatik sozusagen live zu erleben. Die Vorstellungen beginnen heute, Donnerstag, Freitag und Samstag um 17 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr.

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