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Faustdicke Überraschung im Pflaumenbaum
13.09.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Für Dietmar Blaß waren die Pflaumen in seinem Garten schon immer eine "wunderschöne, rotfleischige Frucht". Dass aber die Erzeugnisse des einst von seinem Vater gepflanzten Baums jetzt unter dem Namen "Rauentaler Blutzwetschge" als Weltneuheit in die Fachgeschichte eingeht, hätte sich der 67-jährige Rentner nicht im Traum einfallen lassen.

Dabei war Blaß drauf und dran, den von einem Pilz befallenen Pflaumenbaum auszumustern und ein ähnliches Exemplar nachzupflanzen. Doch in Gärtnereien und Baumschulen wurde er nicht fündig. Uwe Kimberger, der Kreisfachberater für Obst- und Gartenbau im Rastatter Landratsamt, empfahl dem Rauentaler, sich ans Landwirtschaftliche Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg zu wenden.

Dort wiederum ließ sich Blaß an den Biologen, Pflaumenzüchter und Autor Walter Hartmann aus Filderstadt vermitteln, der sich durch seine Arbeit an der Universität Hohenheim einen Ruf als "Pflaumenpapst" erworben hat. "Der war begeistert", berichtet der Hobby-Obstbauer, als er dem Experten die Früchte zeigte.

Hartmann nahm prompt die neue Sorte in seiner Genbank für Pflaumen auf. Weitere Veredelungsreiser (abgeschnittene Triebe) werden im nächsten Jahr nach der Gesundheitsprüfung an interessierte Baumschulen im Landkreis Rastatt gehen.

Selbst wenn die Sorte für die Vermarktung als Essfrucht oder Fruchtsaft nicht in Frage kommen sollte, so kann der Baum künftig für Abwechslung in vielen Gärten sorgen, meint Kimberger.

Nach Einschätzung der Experten ist die Blutzwetschge durch die zufällige Kreuzung aus Blutpflaume und Hauszwetschge entstanden. Die Triebe und Blätter sind rotgefärbt. Die Früchte sind typische Zwetschgen in der Form der Frucht und des Steins. Geschmacklich sind die mittelgroßen und zum Teil steinlösenden Früchte leicht säuerlich.

Dietmar Blaß freut sich, dass seine "Rauentaler Blutzwetschge" der Nachwelt erhalten bleiben wird. Den eigenen Baum im Garten will er so lange wie möglich am Leben halten. Mit Blick auf die Biologie zeigt sich Blaß begeistert über das, was im Garten seines Elternhauses entstanden ist. "Es ist schon erstaunlich, wie die Mendelschen Gesetze zugeschlagen haben."

Der "Rauentaler Blutzwetschge" kann man übrigens an diesem Sonntag, 15. September, beim Streuobsttag des Landkreises in der Fremersberghalle Sinzheim (10 bis 18 Uhr) begegnen. Bei der Veranstaltung will das Landratsamt mit dem "Niederbühler Frühapfel" eine weitere Weltneuheit aus Rastatt präsentieren.

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