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Bahnhofsplanung noch in der Spur
18.09.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (dm) - Der Antrag ist beim Eisenbahnbundesamt eingereicht, jetzt liegen die Unterlagen zu Modernisierung und barrierefreiem Umbau des Rastatter Bahnhofs beim Regierungspräsidium, das für das Anhörungsverfahren zuständig ist. Noch hofft man, den Zeitplan einhalten zu können, also den erneuerten Bahnhof im Dezember 2023 in Betrieb zu nehmen. Dafür wäre aber erforderlich, dass der Planfeststellungsbeschluss Mitte kommenden Jahres vorliegt, wie Projektleiter Sven Schäfer von der Deutschen Bahn (DB) im Gemeinderat klar machte.



Das heißt: Gibt es hier Verzug, kommt das ganze zeitliche Gerüst ins Wanken. Wie OB Hans Jürgen Pütsch sagte, habe die Stadtverwaltung sich daher schon entsprechend an die Behörde gewandt. Noch ist seitens der Bahn geplant, im November 2020 die Bauleistungen auszuschreiben und im Monat darauf loszulegen.

Der Bahnhof, der an einer der meistbefahrenen Strecken Deutschlands liegt und jährlich um die 11 000 Reisende zählt, soll dabei "komplett barrierefrei" werden - inklusive Empfangsgebäude. Wie berichtet, ist dies im eigentlichen Projektumfang nicht enthalten, werde aber vom Bahnhofsmanagement angegangen - und zwar per Rampe vom Vorplatz aus, wie Schäfer nun bekräftigte. Ein- und Ausgang soll, wenn der Denkmalschutz zustimmt, mit elektronischen Glas-Schiebetüren geregelt werden.

Herzstück des Umbaus ist der Fußgängersteg, der mit vier Aufzügen die Bahnsteige miteinander verbindet. Man rechne damit, dass die Treppen dort im Prinzip nur benutzt werden, falls die Unterführung mal gesperrt werden sollte, die weiterhin der meistgenutzte Weg sein werde (zu 95 Prozent, so Schäfer). Daher werden zwar die Bahnhofsdächer bis zum Steg verlängert und Wetterschutz-Häuschen errichtet, die Treppe selbst aber nicht überdacht. Das würde für die Statik "sehr schwierig". Mit Blick auf die Aufzüge werden auch die früheren Förderbänder an den Treppen nicht ersetzt - "die Dinger sind ja ständig kaputt".

Die Arbeiten finden "dicht an den Gleisen" statt - unter anderem werden Bahnsteige teilweise angehoben, damit sie als Kombibahnsteige mit 55 und 76 Zentimetern Tiefe barrierefreien Zugang zu allen Fahrzeugen bieten können, Ausstattung und Beleuchtung werden erneuert. Das heißt, dass dort, wo gebaut wird, gesperrt werden muss, wie Schäfer erläuterte. Das Konzept - es soll in sechs Bauphasen unterteilt werden - werde mit den Eisenbahnunternehmen abgestimmt. Die DB plane keinen Schienenersatzverkehr. Einstellen müssen sich Pendler und andere Bahnkunden darauf, dass im Zuge der Arbeiten auch Parkplätze am Bahnhof sowie an der Niederwaldstraße gesperrt werden, weil sie als Baustelleinrichtungsfläche gebraucht würden. Etwa 14 Tage vor Baubeginn ist eine detaillierte Bürgerinformation vorgesehen.

Auf Nachfrage aus dem Gremium betonte der Projektleiter auch, dass die Finanzierung des Projekts, das wohl an die 20 Millionen Euro kostet, "steht". Der Beitrag der Stadt ist auf 1,4 Millionen gedeckelt. Die Summe der Bahn - "wir geben mehr als das Zehnfache dazu", so Schäfer - sei im Haushalt eingestellt. Das Land ist mit 2,8 Millionen Euro dabei.

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