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"So lange es geht, mache ich weiter"
'So lange es geht, mache ich weiter'
20.09.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (fuv) - Pierre Fingermann ist neuer Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, kurz: Bundesverdienstkreuz. Damit würdigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Engagement Fingermanns im Vogelschutz. Seit 26 Jahren kümmert sich der gebürtige Lothringer gemeinsam mit seiner Frau Verena um Vögel in Not. Regierungspräsidentin Sylvia Felder überbrachte die Auszeichnung.



Bevor Felder die Laudatio hielt und Fingermann den Orden ans Revers heftete, begrüßte OB Hans Jürgen Pütsch die Gäste der Feierstunde in der Reithalle. Es sei bereits das vierte Bundesverdienstkreuz, das in diesem Jahr an Rastatter Bürger vergeben worden sei. Das spiegele das vielfältige ehrenamtliche Engagement in der Barockstadt wider. Er und die Stadt seien stolz auf Fingermann und dessen Leistung.

Auch sie habe schon einen hilfsbedürftigen jungen Turmfalken in Fingermanns private Vogel-Auffangstation im Münchfeld gebracht, "gestand" Sylvia Felder. Fingermann wurde a m 16. September 1945 in Phalsbourg geboren. Seit 1968 lebt er in Rastatt, ist mittlerweile deutscher Staatsbürger und arbeitete 25 Jahre lang im Landschaftspflegebetrieb des Landkreises. Im Rahmen dieser Tätigkeit habe er Erfahrung im Umgang mit in Not geratenen Vögeln sammeln können. Zunächst habe er diese in die Vogelschutzwarte nach Karlsruhe-Rappenwörth gebracht. Nach deren Schließung im Juli 1993 baute der Tierfreund, unterstützt von seiner Frau Verena, eine Auffang- und Pflegestation im privaten Garten in Rastatt auf. "Pierre Fingermann ist Ansprechpartner für Behörden, Institutionen und Privatpersonen. Rund um die Uhr sind er und seine Frau das ganze Jahr für Notfälle in Einsatz", betonte Felder. Mehrere hundert Vögel päppeln die Fingermanns jedes Jahr auf und wildern sie wieder aus. Fingermann sei erste Anlaufstelle im Landkreis in Sachen Vogelschutz. Lediglich einen Futterkostenzuschuss erhalte Fingermann vom Landkreis, so Felder. Abgerundet werde das Engagement des 74-jährigen unter anderem durch die Weitergabe seines Wissens an Kinder und Jugendliche, die Anlage eines Biotops im Münchfeld, das Wirken im Siedlerverein, dem Bau und der Pflege von Nistkästen und das Anlegen von Storchennestern. Mit der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik für Verdienste ums Gemeinwohl erhalte Fingermann den Dank für eine hervorragende, vorbildliche Leistung.

"Das tut meinem Herzen gut, das Verdienstkreuz am Band zu bekommen", bekannte dieser. Über 9 000 Vögel hätten er und sein "Schatz" Verena in 26 Jahren gepflegt. "Die Welt kann ich nicht mehr retten, aber so lange es geht, mache ich weiter", versprach der frisch gebackene Ordensträger. Für den Naturschutzverband Baden-Württemberg gratulierte der Vorsitzende des Arbeitskreises Rastatt/Baden-Baden, Martin Klatt. Musikalisch umrahmt wurde die Ehrung von der Herrenkapelle Uli Kofler (Klavier) und Rainer Möhringer (Klarinette).

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