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Ruf nach Tempo 30 auf der Hauptstraße
Ruf nach Tempo 30 auf der Hauptstraße
26.09.2019 - 00:00 Uhr
Steinmauern (HH ) - Auf den ersten Blick schien die erste Sache, über die der Gemeinderat bei seiner Rückkehr aus der Sommerpause entscheiden sollte, vergleichsweise leicht. Als Bürgermeister Siegfried Schaaf und Rechnungsamtsleiter Robert Gärtner klar machten, was alles hineinspielt, mutierte es dann zu einem Musterbeispiel für die Komplexität vermeintlich einfacher Themen. Es ging um die Behebung von Fahrbahnschäden in der Hauptstraße auf dem Abschnitt von der Gartenstraße in Richtung Rastatt bis zum Ortsende.

Das Teilstück sei in einem Zustand, "der nach Sanierung schreit", stellte Schaaf fest. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, ist das Landratsamt zuständig. Die Behörde habe ursprünglich nur Schadstellen flicken wollen, berichtete der Bürgermeister. Darüber habe man "durchaus kritisch" mit der Kreisverwaltung diskutiert und "zumindest" erreicht, dass zwei zusammenhängende Bereiche komplett erneuert werden sollten. Die ebenfalls in Schritten verhandelte Finanzierung führte den Ausführungen Gärtners zufolge zu dem Ergebnis, dass der Kreis höchstens 40 000 Euro bezahle.

Die Gesamtkosten seien mit 103 000 Euro ermittelt worden, darin enthalten der Austausch von Schachtabdeckungen, Hydranten und Schiebern. Ergo müsste die Gemeinde 63 000 Euro aufbringen. Im Rathaus habe man aber auch die Sanierung des gesamten Straßenabschnitts diskutiert, was für die Kommune eine Gesamtausgabe von 183 000 Euro bedeuten würde. Bürgermeister Schaaf erinnerte daran, dass man schon bei der Umgestaltung der Hauptstraße die Fortführung bis zum Ortsende ins Auge gefasst habe.

Würde man sich jetzt für die Fahrbahnsanierung entscheiden, wäre ein Umbau nicht mehr länger Thema. Als weiteren Aspekt brachte Schaaf den Wunsch Steinmauerns nach einer Entlastungsstraße ins Spiel. Sollte dieses Vorhaben Wirklichkeit werden und die Hauptstraße dann saniert sein, wäre die Situation "zementiert". Sollte die Entlastungsstraße nicht kommen, könnte eine Umgestaltung wieder eine Option werden.

Die Angelegenheit wurde aber noch verzwickter, Stichwort Breitbandverkabelung. Auf diesem Gebiet müsse man in den nächsten fünf bis sechs Jahren etwas unternehmen, knüpfte Schaaf an die diesbezügliche Initiative des Landkreises an, die vor einem Jahr im Gemeinderat erörtert worden war. Bis Ende November wisse man wahrscheinlich mehr. Wie die innerörtliche Verkabelung vonstattengehen könne, werde sich wohl in den nächsten zwei Jahren ergeben. Derzeitiger Kenntnisstand sei, dass der Hauptstrang mittig unter der Hauptstraße verlaufen soll. Auf jeden Fall werde sich der Gemeinderat noch diesen Herbst näher damit befassen.

Schaaf schlug vor, zunächst eine Planung für die Straßensanierung in Auftrag zu geben, über die Ausführung in Teilbereichen oder insgesamt erst im November zu entscheiden. Carmelo Calabrese (CDU) eröffnete die Aussprache mit dem Vorschlag, nur die sanierungsbedürftigen Teilflächen zu erneuern. Martin Fettig (BV) schloss sich an. Um den lärmgeplagten Anwohnern zu helfen, fügte er die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung an. Auf dem Abschnitt sollte ein Limit von 30 Stundenkilometern angeordnet werden.

Daniel Geiser (WGS) nahm Schaafs Vertagungsvorschlag mit Sympathie auf. Man stehe vor einer schweren Entscheidung, für die man mehr Zeit brauche. Was die Lärmbelästigung von Anwohnern betreffe, seien die Menschen in der Rheinstraße, die ebenfalls eine Kreisstraße sei, "eindeutig" in ähnlicher Weise betroffen.

Julio Pardo Pose (BV) regte in puncto Breitbandkabel die Verlegung von Leerrohren an, sinnvoll wäre das aber in Gehwegen. Bei Gelegenheit werde bereits so verfahren, entgegnete der Bürgermeister. Matthias Götz (CDU) sprach sich für das Verschieben der Sanierungsfrage und die Temporeduzierung "so schnell wie möglich" aus.

Das Thema sei bereits für die nächste Verkehrsschau vorgemerkt, erwiderte Schaaf zu diesem Thema. Toni Hoffarth (CDU) plädierte "eher dafür", die Straße im Ganzen zu sanieren und möglichst rasch die Breitbandproblematik zu klären. Die von Schaaf empfohlene Vertagung des Themenkomplexes bis November fand letztlich dann einhellige Zustimmung.

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