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Malsch fahrradfreundlicher machen
Malsch fahrradfreundlicher machen
30.09.2019 - 00:00 Uhr
Malsch (ar) - Sie fahren gerne Fahrrad, sie sind umweltbewusst, fahren mit einem offenen und kritischen Blick und wollen etwas bewegen. Seit einiger Zeit gibt es in Malsch eine Radinitiative, die sich dafür einsetzt, dass ihre Heimatgemeinde fahrradfreundlich wird. Am Samstag luden sie zur zweiten "Critical Mass" ein, der sich mehr als 80 Malscher anschlossen.



Im Juli organisierte die "Radinitiative Malsch", wie sich die 25 aktiven Bürger selbst bezeichnen, die erste "Critical Mass", die schon damals mit fast 100 Radlern auf gute Resonanz stieß. Diese Veranstaltung, die ihren Ursprung in den USA hat und zum ersten Mal 1997 in Berlin stattfand, schwappt seit dieser Zeit vermehrt in viele Städte weltweit. In Malsch haben die Radfahrer bei einer gemeinsamen Fahrt durch den Ort auf sich aufmerksam gemacht. Sie wollen Autofahrer für den Radverkehr sensibilisieren und an die politisch Verantwortlichen den Appell richten, für mehr Sicherheit und eine Verbesserung der Radinfrastruktur zu sorgen.

"Autofrei und Spaß dabei!", stand auf einem Plakat, das an einem Fahrradanhänger angebracht war. "Wir alle denken über Plastik und Klima nach, dann dürfen und sollten wir uns auch Gedanken hierüber machen", sagte Markus Kieren, Sprecher der Malscher Radinitiative, die nicht nur meckern möchte, sondern aufzeigen will, wo manchmal schon kleine Verbesserungen in die Radinfrastruktur viel bewirken könnten. Dazu zählen die Kontrollen von auf Geh- und Radwegen geparkten Fahrzeugen, Absenkung der Bordsteine an den Ecken der Kreuzungsbereiche, Freigabe der Sydlo-Brücke oder der Bahnhofsunterführung für Radfahrer. "Eine Markierung oder ein Geländer könnten hier die Sicherheit aller gewährleisten", so die Radaktivisten, die bedauern, dass es bis jetzt keinen vernünftigen und gefahrlosen Weg gibt, um vom Industriegebiet in den Kernort zu gelangen.

"Es gibt in den Nachbarkommunen viele gute Beispiele, die nicht viel Geld kosten würden", so die Radler, die auf ihrer einstündigen Fahrt durch Malsch viele neuralgische Punkte fanden, wie unter anderen die fehlenden Radstreifen am Adler-Kreisel, fehlende Markierungen an Übergängen oder gefährliche Einmündungsbereiche wie an der L 607 nach Sulzbach. "Es geht uns um ein Miteinander und eine faire Verteilung des Verkehrsraums für alle Teilnehmer", betonte Markus Kieren. Am Samstag wurden sie von den Autofahrern "überwiegend positiv" behandelt. "Es gab nur wenige Ausnahmen", so Kieren, der schon weitere Pläne hat. Gemeinsam mit dem Umweltverein möchte die Radinitiative ein für alle Bürger frei nutzbares Lastenfahrrad im öffentlichen Raum abstellen.

Am Dienstag, 1. Oktober, findet ab 19.30 Uhr das nächste Treffen der Radinitiative Malsch in der Gaststätte "Alter Bahnhof" statt. Infos: www.radmalsch.de

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