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Unermüdlich für Rauental
Unermüdlich für Rauental
14.10.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (die) - "Ganz Rauental hat sich eingefunden", freute sich die ehemalige stellvertretende Ortsvorsteherin Carmen Göttlicher angesichts der voll besetzten Oberwaldhalle . Die Rauentaler zollten damit ihrem ehemaligen Ortsvorsteher Bertold Föry zu dessen Verabschiedung in den Ruhestand alle Ehre.

Rund 40 Kinder des Grundschulchors brachten gleich zu Beginn mit ihrem Lied von der Schnecke Mathilda frischen Wind. "Immer wenn der Föry kam, gab's für uns Eis", war ein begeistert gesungenes Dankeschön für die Idee des ehemaligen Ortsvorstehers. Schulleiterin Pia Asmus bestätigte, dass die Kinder ihm immer am Herzen lagen.

Für den Kindergarten erinnerte sich Nicole Weßbecher gerne an den Besuch der Kinder an Fasching im Rathaus; Föry haben jeden Fez mitgemacht. Die weiteren musikalischen Punkte im Programm setzten die Sängerrunde sowie das Rauentaler Blechbläserensemble.

Nach annähernd 30 Jahren geht in Rauental eine Ära zu Ende, stellte OB Hans Jürgen Pütsch fest. Kein anderer Ortsvorsteher in Rastatt sei bisher so lange im Amt gewesen. Föry habe unzählige Projekte angestoßen: Erweiterung des Kindergartens, Einführung von Tempo 30, Baugebiete oder die Dorfentwicklungskonzepte, von denen alle Ortsteile profitieren.

Als großer Verfechter eines aktiven Dorflebens unterstützte er die Vereine auf vielfältige Weise. Höhepunkt des guten Miteinanders war die 600-Jahr-Feier in Rauental im Jahr 2002.

Bei allem, was er getan hat, hatte er die Bürger seines Ortsteils im Blick. Dennoch konnte Föry abwägen zwischen den Anliegen des Ortsteils und der Gesamtstadt. Immer habe er pragmatische Lösungen eingefordert. Unvergessen für ihn als Oberbürgermeister seien die souveräne, herzliche und humorvolle Art des Ortsvorstehers.

Als Anerkennung überreichte Pütsch eine besondere Urkunde "für die außergewöhnlichen Leistungen" sowie eine Figur des "Goldenen Mannes".

"Lieber Bertold, Rauental sagt Dir Danke", war die Zusammenfassung von Carmen Göttlicher für die Ortschaftsräte. Nahezu die gesamte Freizeit habe Föry für seinen Ortsteil geopfert. Immer habe er richtig eingeschätzt, was realisierbar ist und so Rauental zu einer positiven Entwicklung geführt.

Großes Lob für die Offenheit und das Engagement von Föry spendete Uwe Spielvogel im Namen von 13 Vereinen und Gruppen. Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Brigitta Lenhard bezeichnete ihn als Urgestein der Rastatter Kommunalpolitik mit menschlichen Qualitäten. Offen und ehrlich, auch mal kritisch, aber hilfreich, sei der Umgang mit den Ortsvorsteher-Kollegen gewesen, sagte Mathias Köppel, Ortsvorsteher in Plittersdorf. Mit markanten Föry-Aussprüchen würzte er seinen humorvollen Rückblick auf die Zusammenarbeit.

Sagitta Kempf als langjährige Mitarbeiterin in der Ortsverwaltung sprach für alle Mitarbeiter von einer tollen Zeit. Ihr Dank in Reimen mit einem Augenzwinkern und kleinen Anekdoten endete in der Feststellung, dass für Föry galt: "Rauental first!"

Eine schöne, ereignisreiche und vor allem interessante Zeit ende für ihn, sagte Föry. Gemeinsam sei es gelungen, Rauental weiter zu entwickeln. Er habe drei Oberbürgermeister erlebt, mit dem derzeitigen Amtsinhaber habe er das offenste Verhältnis.

Zur offiziellen Amtseinführung des neuen Ortsvorstehers stellte OB Pütsch fest, dass für Thorsten Ackermann die aktive Kommunalpolitik Neuland ist, auch wenn die Arbeit in der Verwaltung ihm nicht fremd sei. Die Wahl habe jedoch bewiesen, dass die Bürger ihm Vertrauen entgegenbringen. Er ermunterte ihn, eigene Akzente zu setzen und neue Wege zu diskutieren.

Ackermann bestätigte, dass er bereits jetzt sagen könne, dass er in der Ortsverwaltung eine gute und starke Gruppe habe. Er wolle Bewährtes erhalten und künftige Chancen für Rauental nutzen. Seinem Vorgänger Föry dankte er für die "wunderbare Lebensleistung".

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