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"Juwel für die Durmersheimer Kulturszene"
'Juwel für die Durmersheimer Kulturszene'
21.10.2019 - 00:00 Uhr
Von Dagmar Uebel

Durmersheim - Alles, was zur Feier anlässlich eines runden Geburtstags gehört, bot der Verein der Konzertfreunde Hardt am Freitagabend in der Aula der Durmersheimer Realschule auf. Weder fehlten die Gäste, musikalische Unterhaltung noch Geschenke. Bürgermeister Andreas Augustin gratulierte gleich anfangs dem "Geburtstagskind" und hob die Bedeutung des Vereins für die kulturelle Szene hervor.


Seine Eintrittserklärung in den vergleichsweise noch jungen Verein, war das erste der Geschenke. "Vor 20 Jahren gegründet, ist die Tradition einer Konzertreihe schon älter", erinnerte die Vereinsvorsitzende Irmgard Ruin-Koch an die musikalischen Zeiten davor. Schon damals von der Pianistin Ana Maria Campistrus und vom damaligen Bürgermeister Jürgen Schumacher unterstützt, fanden Konzerte mit hervorragenden Musikerinnen und Musikern statt. Als die Durmersheimer Konzertreihe wegen mangelnder Unterstützung eingestellt werden sollte, kam es 1999 zur Vereinsgründung, mit der Auflage, auch über Durmersheim hinaus wirken zu können. "Gut 80 Konzerte haben die Konzertfreunde Hardt in den vergangenen zwei Jahrzehnten veranstalten können", freute sich Ruin-Koch über das erfolgreiche Vereinsgeschehen.

Als "Juwel für die Durmersheimer Kulturszene" bezeichnete auch Elisabeth Schwinge, Gründungsmitglied des Vereins, dessen Tätigkeit. Dabei besonders hervorzuheben sei "das Gespür für junge Leute", lobte sie. Ihnen werde, noch am Anfang ihrer Karriere, ein musikalisches Podium geboten und eventuell der Weg zu höheren Zielen geebnet. In den Genuss hochkarätiger Geschenke, in Form musikalischer Vorträge, kam am Freitag nicht nur der Verein. Vor allem waren das die zahlreichen Besucher in der Schul-Aula. Die Notwendigkeit, noch bis kurz vor Konzertbeginn eine weitere Stuhlreihe aufzustellen, zeigte die hohe Akzeptanz.

Zehn Musikerinnen und Musiker trugen dazu bei, dass ein vielseitiges und spannendes Festprogramm entstehen konnte. Manche von ihnen waren bereits in einem der Konzerte bei den Konzertfreunden Hardt zu hören. Für manche, die sich in der Region schon einen guten Namen gemacht hatten, stellte dieser Auftritt ein Debüt dar. Sie sorgten mit der Vielfalt der Instrumente und der Auswahl der Komponisten für eine musikalische Buntheit, die einem Geburtstagsblumenstrauß entsprach. Dafür, dass diese Verschiedenheit zu einem gut anzuhörenden Bukett geformt wurde, sorgte der ehemalige SWR-Moderator Thomas Rübenacker. Er ordnete das Programm mit seinen Kommentaren und Erläuterungen und verhalf mit Übergängen zum Verständnis.

Den Beginn gestaltete Dorothee Hecking-Neu. Bei "Deux Impromptus" (Jean Cras-Deux) faszinierte sie mit ihrer Harfe, einem Instrument, das selten genug allein konzertiert. Ebenfalls solistisch waren die Pianistin Katharina O. Brand mit Frederic Chopins "Ballade Nr. 1 g-moll" und Peter Lehel (Tenorsaxofon) mit seiner Eigenkomposition "Trane's Mood" zu hören. Peter Bromig (Horn) und Karin Düringer (Klavier) interpretierten Paul Dukas' "Villanelle pour cor et piano". Gleichfalls zu zweit auf der kleinen Bühne der Realschule: Fabio Monteiro (Gitarre) und Bernd Wiedemann (Klarinette). Für ihre Vorträge hatten sie Pasquito D'Riveras "Contradanza", den Titel "Valsa sem nome" (Baden Powell /Vinicius de Moraes) und von Severino Araujo "Un Chorino em aldeia" ausgewählt. Für eine schwer zu beschreibende musikalische Besonderheit sorgte Frank Thomé mit "Temascal" (Vavier Alvarez) mit Maracas- und Live-Elektronik-Klängen. Beschwingt und fast übermütig beendete das "Salontrio Von Kopf bis Fuß" den Abend mit eingängigen Kompositionen von Friedrich Holländer, Michael Jarry und Gerhard Winkler. Wer eintauchte in die faszinierende Vielfalt der Beiträge, kam in den Genuss eines wundervollen Konzertabends. Der Beifall zum Ende jedes Vortrags, besonders aber der kräftige Schlussapplaus galt in erster Linie den Vortragenden. Aber auch dem Verein der Konzertfreunde Hardt, der sich in seinem musikalischen Bestreben bestätigt fühlen kann.

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