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Festhalle soll grundlegend sanier t werden
Festhalle soll grundlegend sanier t werden
23.10.2019 - 00:00 Uhr
Iffezheim (mak) - Die im Jahr 1978 zuletzt modernisierte Festhalle in der Iffezheimer Ortsmitte soll umfassend saniert werden. Hierfür stimmte der Gemeinderat am Montagabend unisono. Im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung Anfang November soll das Vorhaben Bürgern und Vereinen erläutert werden. Bürgermeister Christian Schmid ist noch offen für Anregungen seitens der Bürger.

Der Bereich der Festhalle und der dahinter liegenden Häuser einschließlich des Gasthauses "Sonne" ist das Kernstück der Ortskernsanierung II. Im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts hatten im Jahr 2017 Bürgerworkshops stattgefunden, an deren Ende das Votum stand, die aus den 1930er Jahren stammende Festhalle abzubrechen und an einem anderen Standort neu zu errichten.

Bei einer Informationsveranstaltung Mitte Juli 2017 ergab sich dann jedoch ein anderes Stimmungsbild: Die überwiegende Mehrheit der Anwesenden sprach sich gegen eine Verlagerung aus, der Gemeinderat fasste daraufhin Ende Juli den Grundsatzbeschluss, keine Veränderungen an der Halle vorzunehmen. Die damals anstehenden Vorhaben wie der Neubau des Kindergartens und des Feuerwehrgerätehauses trugen ihren Teil dazu bei, das Thema Festhalle erst einmal zu verschieben.

Für Maßnahmen im Rahmen der Ortskernsanierung und damit auch für die Modernisierung der Festhalle gibt es Fördergelder seitens des Regierungspräsidiums und des Wirtschaftsministeriums, die jedoch bis April 2024 abgerechnet sein müssen, wie Architekt Andreas Adler dem Gremium verdeutlichte. Das bedeutet, dass eine Sanierung spätestens Ende 2023 abgeschlossen sein sollte. Und dies ist dringend erforderlich, wie Adler erläuterte. Er hatte bereits die Machbarkeitsstudie verfasst, die als Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat diente, ob die Halle am bestehenden Standort saniert oder woanders neu gebaut werden soll.

"Die gesamte Technik und Infrastruktur der Festhalle ist auf dem Stand von 1978", verdeutlichte Adler den Handlungsbedarf. Aus Brandschutzgründen müssten Elektrik und Beleuchtung ebenso erneuert werden wie die Bühnentechnik. "Die Lüftung funktioniert gar nicht mehr", gab er zu bedenken. Die Dachdämmung und Fenster seien in energetischer Hinsicht schlecht. Der Architekt schlug vor, im Zuge der Sanierung die abgehängte Decke zu entfernen und das ursprüngliche Tonnengewölbe freizulegen, um die Akustik zu verbessern. Des Weiteren empfahl er eine Faltwand, um den Hallenraum bei kleineren Veranstaltungen aufzuteilen.

Lagen die Kosten für eine Sanierung der Festhalle im Jahr 2017 noch bei rund vier Millionen Euro, so kalkuliert Adler für 2020 mit Bruttokosten von 4,6 bis 4,8 Millionen Euro. Ein Neubau am bestehenden Standort würde etwa sechs bis sechseinhalb Millionen verschlingen.

Thomas Wirth von der Stadtentwicklung GmbH (STEG) in Stuttgart machte deutlich, dass im Rahmen der Ortskernsanierung bislang lediglich private Maßnahmen angegangen wurden: Drei Gebäude wurden abgebrochen, drei erneuert, zwei Häuser werden gerade saniert, für weitere zwei werde die Sanierung vorbereitet.

Wirth erläuterte die Förderoptionen zur Ertüchtigung der Festhalle. Ausgehend von Maximalkosten in Höhe von 4,8 Millionen Euro (inklusive Ausstattung) könnten Fördermittel bis zu 1,56 Millionen fließen, sodass die Gemeinde nur 3,24 Millionen Euro zu tragen hätte: "Das ist zwar ein großer Brocken, aber die Chance, um die Halle und ihre Technik auf den neuesten Stand zu bringen", verdeutlichte er.

Bei einer kürzlichen Begehung der Ortsmitte mit Vertreterinnen des Regierungspräsidiums und des Wirtschaftsministeriums habe es kein "Nein" bezüglich der Förderung gegeben. Wirth betonte, dass die Fördermittel verfallen, wenn nichts unternommen werde. Ein Grundsatzbeschluss des Gemeinderats bezüglich der Halle noch in diesem Jahr sei erforderlich, 2020 könnte man im Hinblick auf die gestiegenen Sanierungskosten einen Aufstockungsantrag stellen.

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