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Rastatter Feuerwehr am Limit
Rastatter Feuerwehr am Limit
06.11.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Die Stadt Rastatt muss deutlich mehr für ihre Feuerwehr tun, um die ehrenamtliche Schutztruppe personell zu stärken und deren Auftrag sicherzustellen. Aus der Fortschreibung des Bedarfsplans geht hervor, dass die Zahl der Hauptamtlichen erhöht werden soll.

Der Verwaltungs- und Finanzausschuss hat jetzt einstimmig befürwortet, die Zahl der hauptamtlichen Stellen um 5,4 zu erhöhen. Die Profi-Riege besteht derzeit aus sechs feuerwehrtechnischen Angestellten, einer Verwaltungsangestellten sowie Stadtkommandant René Hundert. Laut Empfehlung des von der Stadt beauftragten Gutachters Robert Kroha bekommt der Feuerwehr-Chef künftig einen Stellvertreter an die Seite, der auch Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz sowie in der Einsatzleitung übernimmt. Neu im Stellentableau wird auch ein Werkstätten-Koordinator als kontinuierlicher Ansprechpartner sein. Hinzu kommen drei weitere feuerwehrtechnische Angestellte.

Es gehe darum, die Feuerwehr "am Laufen zu halten", unterstrich Kroha im Ausschuss die Notwendigkeit der Aufstockung. In der aktuellen Konstellation stoßen die Floriansjünger an Grenzen. Die Rastatter Feuerwehr hat im Schnitt rund 460 Einsätze pro Jahr zu bewältigen (plus Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen). Von den 213 Ehrenamtlichen stehen aber 60 Prozent werktags nicht zur Verfügung - ausgerechnet in einem Zeitraum, in dem sich 60 Prozent der Einsätze abspielen. Die Verfügbarkeit sieht der Gutachter deshalb "kritisch" - auch weil tagsüber lediglich sieben Atemschutzgeräteträger zeitnah zur Verfügung stehen.

Mit der Aufstockung in der Einsatzzentrale verspricht sich der Gutachter eine Entlastung der Ehrenamtlichen, deren Leistungsbereitschaft man erhalten müsse. Gerade viele Kleineinsätze (umgestürzte Bäume, Ölspur) könnten die Hauptamtlichen erledigen. Mit der jetzt empfohlenen Stärkung soll die Rastatter Feuerwehr das vorgegebene Schutzziel zu über 90 Prozent erreichen, was dem Standardwert im Vergleich zu anderen Städten entspreche. Demnach sollten zehn Minuten nach der Alarmierung neun Einsatzkräfte vor Ort sein; fünf Minuten später noch mal so viele.

Dass man in Rastatt mit der personellen Verstärkung nun auf dem Weg zur Berufsfeuerwehr sei, wie Stadtrat Roy Zilius mutmaßte, stellte Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch in Abrede. Davon sei man "ganz weit weg", sagte der Rathaus-Chef; Ziel sei es, "das System der Ehrenamtlichen zu retten".

Dabei handele es sich um einen "Schatz", den man auch pflegen müsse, sagte Stadtkommandant René Hundert. Das Gutachten listet Vorschläge auf, wie man das ehrenamtliche Personal halten und neues gewinnen könne: Berücksichtigung der Feuerwehr-Zugehörigkeit bei der Einstellung städtischer Mitarbeiter, Maßnahmen zum Ausbau des Qualifikationsniveaus, professionelle Mitgliederwerbung, Anreize zur Förderung des Ehrenamts, Förderung einer Kinder- und Jugendfeuerwehr.

Darüber hinaus wird vorgeschlagen, Wohnraum in unmittelbarer Nähe der Feuerwehr zu schaffen. Nach Darstellung von OB Pütsch ist die Verwaltung mit der Baugenossenschaft Familienheim im Gespräch, ob bei dem Neubauprojekt in der Platanenstraße einige Wohnungen bevorzugt an Feuerwehrkräfte vergeben werden können.

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