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Halbe Million Euro eingespart
Halbe Million Euro eingespart
06.11.2019 - 00:00 Uhr
Muggensturm (ser) - Rund eine halbe Million Euro spart die Gemeinde Muggensturm durch eine neue, abgespeckte Ausschreibung für die Kinderkrippe Storchennest gegenüber der ursprünglichen Ausschreibung ein. Baubeginn werde trotzdem im Frühjahr 2020 sein. Damit kein Kind abgewiesen werden muss, wird vorübergehend eine Außenstelle der Kinderkrippe in der Albert-Schweizer-Schule untergebracht, verkündete Bürgermeister Dietmar Späth.

Am 6. Mai hatte der Gemeinderat die damalige Ausschreibung für den Erweiterungsbau aufgehoben, nachdem die Angebote rund 30 Prozent über der Kostenschätzung gelegen hatten. Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, ein alternatives Realisierungskonzept mit Einsparungen vorzulegen (das BT berichtete). In der Sitzung am 11. Juli beschloss das Gremium dann, die Rohbauarbeiten in zwei Lose aufzuteilen. Man verzichtete auf die kostenintensive Fassadenverkleidung zugunsten einer verputzten Fassade. Die Planungen für ein begrüntes Dach auf den Längsriegeln wurde durch ein Trapezblechdach ersetzt und anstatt der vorgesehenen Holz- sollen Kunststofffenster eingebaut werden. Die Kostenberechnung lag mit Änderungen bei 2,2 Millionen Euro. Der Gemeinderat wünschte sich seinerzeit, dass das Dach mit einer Fotovoltaikanlage ausgeschrieben werden soll. Diese wurde nun aber ersatzlos gestrichen, da weder der Betreiber Spielwiese noch die Gemeinde die Anlage übernehmen können, wie es in der Sitzung hieß. Somit liegt die neue Auftragssumme für die Gewerke Sandwichdach und Blechnerarbeiten bei 61 500 Euro, 45 000 Euro weniger als bisher. 14 500 Euro teurer als vorgesehen sind die Dachabdichtungsarbeiten (40 100 Euro).

Das Gesamtergebnis der neuen Ausschreibung lag laut Planer Andreas Adler um zehn Prozent unter den Kostenschätzungen. Insbesondere bei den Abbruch- und Rohbauarbeiten ergaben sich Minderkosten von 142 000 Euro. Die Gesamtkosten der günstigsten Bieterfirma Stösser aus Bühl lagen bei 560 574 Euro. Günstiger um 6 800 Euro sind die Fensterarbeiten, die 130 000 Euro kosten werden. 6 600 Euro mehr kostet die Aufzugsanlage (48 230 Euro). Etwa gleich geblieben sind die Estricharbeiten in Höhe von 37 500 Euro, die Sanitärarbeiten in Höhe von 53 800 Euro sowie die Heizungsarbeiten von 78 300 Euro. Die Lüftungsarbeiten liegen bei 50 500 Euro und sind um 1 800 Euro billiger als die alte Kostenberechnung.

Die so prognostizierten Kosten des Erweiterungsbaus liegen nun bei rund 2,1 Millionen Euro. Insgesamt, so erinnerte Bürgermeister Dietmar Späth, habe die Überplanung eine Reduzierung der Kosten von rund einer halben Million Euro gebracht. So gesehen sei die Aufhebung der damaligen Ausschreibung gerechtfertigt, so Späth. Dieser Auffassung schlossen sich alle Fraktionssprecher an, die den Arbeitsvergaben zustimmten. Harald Unser (MBV) zeigte sich darüber hinaus auch sehr zufrieden, dass die neue Ausschreibung doch zeitnah durchgezogen werden konnte. Außerdem haben an der neuen Ausschreibung mehr Firmen, größtenteils aus der Region, teilgenommen. SPD-Sprecherin Winfriede Fuchs forderte zusammen mit Joachim Schneider (CDU), dass nun sehr bald mit den Arbeiten begonnen werden solle. Die Planungen von Architekt Andreas Adler sehen vor, dass etwa Mitte Februar, wenn das Wetter mitspielt, die Arbeiten starten können.

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