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Tiefgarage unter Festhalle kaum machbar
Tiefgarage unter Festhalle kaum machbar
08.11.2019 - 00:00 Uhr
Iffezheim (hr ) - Auf ein überwiegend positives Echo sind die Präsentationen von Bürgermeister Christian Schmid, dem Architekten Andreas Adler und Thomas Wirth von die STEG Stadtentwicklungsgesellschaft zur Zukunft der Festhalle gestoßen. "Die Zukunft der Festhalle zieht mehr als die im Fernsehen übertragenen Spiele der Champions League", freute sich Bürgermeister Christian Schmid.

Der Rathauschef begrenzte seine Ausführungen auf Maßnahmen und Beschlüsse des im Juli 2014 gestarteten Prozesses Sanierungsgebiet II. Vor dem Hintergrund, dass die Sanierungsmaßnahmen bis zum 30. April 2024 abgerechnet sein müssen, wird die Zeit knapp. "Die verbleibende Zeit ist für ein Projekt dieser Größenordnung eine sportliche Herausforderung", meinte er.

Adler bot ein Feuerwerk an Ideen zur Generalsanierung der Festhalle, die mit grob kalkulierten Kosten von 4,6 bis 4,8 Millionen Euro nicht nur die deutlich geringsten Kosten verursacht, sondern mit 36 Prozent auch noch am höchsten bezuschusste Variante ist. Bei der Gemeinde bleiben trotzdem noch rund 3,24 Millionen Euro hängen. Die Varianten "Abriss und Neubau am aktuellen Standort" für bis zu 6,5 Millionen und "Neubau an einem anderen Standort" für bis zu acht Millionen wurden nicht näher betrachtet. Laut Adler sollen Halle und Lüftungs-, Heizungs- und Elektroinstallation aktuellen Anforderungen gerecht werden. Ferner ist der Einbau von Schallschutzfenstern geplant. Weiterhin sollen die Gebäudehülle gedämmt und die abgehängte Decke entfernt werden. Vor der Halle soll die Zahl der Parkplätze reduziert, die Rampe quer zur Halle verlegt, die Stellplätze hinter der Halle neu organisiert, die Zufahrten neu geregelt und die asphaltierten Flächen entsiegelt werden. Außerdem kann sich Adler eine Solaranlage vorstellen.

Die Festhalle und das Gasthaus Sonne sind für Wirth "Leuchtturmprojekte im Sanierungsgebiet". Kritisch sieht er die geringe Beteiligung privater Sanierungswilliger. An privaten Gebäuden werden Erneuerungsmaßnahmen ab 25 000 Euro Gesamtkosten mit maximal 30 Prozent bis zu 30 000 Euro gefördert. Voraussetzung ist aber, dass die Sanierung erst nach dem Abschluss der Vereinbarung erfolgt. Auf Nachfrage bestätigte Wirth, eine Erweiterung des Sanierungsgebiets und die Verlängerung der Maßnahme um maximal zwei Jahre ist nicht ausgeschlossen.

"Ob und gegebenenfalls wie die Sonne ins Sanierungskonzept einbezogen werden kann, hängt von der Entscheidung des Besitzers ab, wir warten auf eine Antwort", beantwortete Schmid entsprechende Anfragen und ergänzte, die Gemeinde habe zwei Grundstücke im Sanierungsgebiet, die einbezogen werden könnten.

Neben der Kritik an der zu geringen Zahl an Stellplätzen und der schlechten Zufahrt wurden die beengten Verhältnisse, die fehlenden Umkleidemöglichkeiten und Toiletten im Untergeschoss mehrfach angesprochen und mit Beifall bekräftigt. Die angeregte Tiefgarage ist aus Sicht des Architekten durch alte Gewölbe im Untergrund kaum machbar und zudem sehr teuer. Gelächter löste die Bemerkung von Adler aus, er habe nur positive Signale über die Bar im Keller bekommen. "Damit er sich vor Ort ein Bild machen kann, könnte der ICC den Architekten zur nächsten Veranstaltung mit Barbetrieb einladen", regte Schmid an. Ein weiterer Vereinsvertreter meinte: "Die Empore braucht kein Mensch, warum verlegen wir die Bar nicht auf die Empore?"

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