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Diese Autobauer können auch Musik
Diese Autobauer können auch Musik
18.11.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (axa) - 20 Jahre Daimler-Big-Band: Was vor zwei Jahrzehnten mit der Musikersuche in der Betriebskantine in Möhringen begann, mündete am Samstagabend im Rastatter Mercedes-Kundencenter in ein glanzvolles Jubiläumskonzert - gesanglich unterstützt von Marc Marshall und Fola Dada.

Dirigent Klaus Graf habe ihr gefallen, sagt eine begeisterte Zuhörerin beim Verlassen des Saals: "Der ist aufgegangen und lebt total für die Musik." Kein Wunder: Graf, der als einziger der Formation nicht Daimler-Mitarbeiter ist, füllt als Professor für Jazzsaxophon in Nürnberg in der deutschen Jazzszene schon lange einen festen Platz aus.

Der Abend wird zu einer Hommage an große Musiker und Arrangeure des Jazz. Mit "Funtime" steigt die Bigband swingend in den Abend ein und spielt damit gekonnt auf Sammy Nestico, den 95-jährigen Arrangeur des Stücks, an. Florian Vincon unterstützt dies mit gezielten Griffen an der Bassgitarre.

Marc Marshall geht mit "For once", dem Welthit von Stevie Wonder, arrangiert von Guido Jorris, mit eher leisen Tönen mit dem Publikum auf seine gekonnte Art und Weise auf Tuchfühlung, ehe er wieder von der Big Band in fetzigem Stil abgeholt wird. Nun springt auch der Funke beim Publikum über. Bei einer eigenständigen Interpretation von "Money can't buy me love" von den Beatles kommt das klassische Prinzip von Call und Response im Jazz mit klatschendem Publikum zum Einsatz.

Dass sich das Proben der Band und der dreitägige Workshop im Kloster Ochsenhausen für das Jubiläumskonzert gelohnt haben, stellt "The Healer" nach einem Arrangement von Peter Herbolzheimer unter Beweis. Im Shuffle Swing glänzt Andreas Metzger mit einem Solo an der Tenorposaune und Klaus Graf stellt seine Liebe zum Jazz mit einem Solo am Altsaxophon eindrücklich unter Beweis.

Mit "Cuando vuelva a tu lado" zeigt Marc Marshall sein Format als Entertainer mit stilistischer Rollensicherheit.

Dann heißt es "Bühne frei" für eine der besten Jazz- und Soulstimmen Deutschlands: Fola Dada, dem Publikum durch zahlreiche Auftritte mit der SWR-Bigband und als Vocalcoach für DSDS bekannt.

Sie singt zu vorgerückter Stunde "First thing in the morning kiss me" und "Alright, okay, you win". Mit dem Welthit "Feeling good" erobert sie die Herzen des Publikums ganz im Stile der unvergesslichen Jazzgröße Nina Simon.

Mit "Rusk og Rask" führt Klaus Graf Band und Publikum auf die Spuren einer norwegischen Bigband. Im Genre Funkfusion vermag der Gitarrist Peter Junginger wichtige Akzente zu setzen. Mit Songs wie "Für eine Nacht voller Seligkeit" und "Shiny stockings" überzeugt Fola Dada vor der Pause.

Im zweiten Teil verwöhnt das Ensemble das Publikum in bester Bigbandmanier gospelbluesig mit "Blues in Hoss Flat", ehe Klaus Graf gewohnt gekonnt in "Sweet Emma" am Saxophon einheizt. Mit "A tisket a tasket" und "Take the A-train" von Duke Ellington zeigt Fola Dada ihr hohes Format sehr nah an einer Ella Fitzgerald. In "Better days ahead" von Pat Metheny setzt einmal mehr Gerhard Nolte gekonnt sensibel musikalische Akzente am Piano.

Mit "High Heels" zeigt Marc Marshall sein Können in der musikalischen Rolle des machohaften Womanizers und in "Fever" und "Take it to the limit" gibt er weitere überzeugende Kostproben seiner Vielseitigkeit.

Dazu gehört sein enormes Stimmvolumen. Kein Wunder, reißt er das Publikum von den Stühlen und die Zugaben bringen die ersehnte Vereinigung von Marc Marshall und Fola Dada. Mit "Crazy love" von Van Morrison und der legendären Route 66 rollen die letzten grandiosen Songs mit der Bigband vom Band.

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