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Vermittler lässt Traum vom Haus jäh platzen
Vermittler lässt Traum vom Haus jäh platzen
22.11.2019 - 00:00 Uhr
Hügelsheim/Rheinmünster (axa) - Er soll mehrere bauwillige Familien aus Hügelsheim sowie Banken übers Ohr gehauen haben. Wegen einer Reihe schwerer Betrugsfälle, begangen zwischen den Jahren 2007 und 2010, muss sich seit Mittwoch ein 52-Jähriger vor dem Schöffengericht in Baden-Baden verantworten.





Der Angeklagte machte nur Angaben zur Person und wollte sich laut seinem Verteidiger zur Anklage nicht äußern. Dem Angeklagten, der Fertighäuser vertrieb und für eine Hügelsheimer Firma als Geschäftsführer aktiv war, wird zur Last gelegt, gegenüber den Bauwilligen falsche Angaben gemacht zu haben, um einen Vertragsabschluss zu erzielen. Er habe bauwillige russlanddeutsche Familien, deren Einkommensverhältnisse eigentlich für die Finanzierung von Einfamilienhäusern nicht ausgereicht hätten, zur Unterschrift veranlasst. In der Folge habe er der Bank Lohnbescheinigungen zukommen lassen, die höhere Gehälter auswiesen und somit eine Kreditwürdigkeit vortäuschten. Kredite bis zu über 1,4 Millionen Euro sollen an die Firma des Angeklagten überwiesen worden sein. Der Angeklagte habe aber die Darlehenssumme überwiegend für eigene Belange genutzt. In der Folge seien dann die Bauprojekte nicht fertiggestellt worden.

Die Zeugenaussage eines Bankangestellten ergab, dass in ein paar Fällen dem Kreditprüfer Unregelmäßigkeiten bei den Lohnbezügen aufgefallen waren, der Kreditvertrag wurde aufgekündigt. In diesen Fällen steht versuchter Betrug im Raum. In anderen Fällen gab es nach der Prüfung eine Kreditvergabe.

Das Verhalten des Angeklagten hat dazu geführt, dass seine Vertragspartner teilweise Privatinsolvenz anmelden mussten, die Häuser zwangsversteigert wurden und bei Kunden wie Banken erhebliche Zahlungsausfälle sowie Schulden verblieben.

Der Verteidiger stellte heraus, dass es sich im vorgeworfenen Fall um Betrug im größeren Stil und nicht um den Diebstahl von ein paar Hühnereiern handele. Entscheidend für den Tatbestand des Betrugs sei, dass eine Täuschung eingetreten sei. Hierfür sei es wichtig, dass der Kreditvertrag überhaupt geprüft wurde.

Der Verteidiger fragte deshalb den Banker, inwieweit anhand der Akten nachzuvollziehen sei, wie die Täuschung erfolgte. In diesem Zusammenhang fiel die Antwort, dass man dies den Akten nicht ansehen könne, da die einzelne Entscheidung im Ermessen des Sachbearbeiters für die Kreditvergabe liege.

Zutage trat am ersten Verhandlungstag auch, dass die geschädigten Bauherren Blankoformulare ausgefüllt haben sollen. Nächster Verhandlungstermin ist am 25. November ab 9 Uhr.

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