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NABU-Igelstation wird vorübergehend geduldet
NABU-Igelstation wird vorübergehend geduldet
03.12.2019 - 00:00 Uhr
Bischweier (mak) - "Wir sind auf einem guten Weg, eine Lösung zu finden", urteilt Anja Starck von der NABU-Igelstation in Bischweier über ein Gespräch, das vergangene Woche mit dem Landratsamt stattgefunden hat. Wie berichtet, sind die Gebäude und Stallungen des Tierhofs mit NABU-Igelstation ohne Genehmigung errichtet worden, die Baurechtsbehörde des Landratsamts hat den Abriss verfügt.

Der Bericht im Badischen Tagblatt Mitte November über die Aufforderung der Kreisbehörde, die Gebäude des Tierhofs abzureißen, hat für große Empörung bei Tierfreunden in der Region und darüber hinaus gesorgt. Eine Petition zum Erhalt des Tierhofs und der Igelstation auf dem weltweiten Kampagnen-Netzwerk Avaaz hat bis gestern Nachmittag 2 273 Unterschriften gesammelt.

Anja Starck hat die Ställe, Unterstände und den Reitplatz in diesem Jahr gekauft, die Vorbesitzerin war bereits im August 2018 vom Landratsamt aufgefordert worden, die Gebäude abzureißen. Dagegen hatte sie zwar Widerspruch eingelegt, diesen nach dem Verkauf an Anja Starck jedoch zurückgezogen. Starck hat in diesem Jahr gemeinsam mit ihrem Mann Gerhard etwa 70 Igel aufgenommen und gepflegt. Die medizinische Fachangestellte hat auf dem Hof zudem 14 Pferde, Hühner und Katzen. Außerdem haben sich Schwalben in den Scheunen eingenistet.

Das Landratsamt hatte umgehend auf die Proteste reagiert und eine Prüfung des Widerspruchsverfahrens angekündigt. "Es hat ein gutes Gespräch mit allen Beteiligten gegeben", berichtet Gisela Merklinger, Pressesprecherin im Landratsamt, auf BT-Anfrage. Der Anwalt von Anja Starck werde einen Antrag auf vorübergehende Duldung stellen, Mitte Februar sei das nächste Gespräch geplant.

Bis dahin sollten alle juristischen Einzelheiten hinsichtlich der nicht genehmigten Bauten geklärt sein, um gemeinsam "eine rechtskonforme Lösung" für das Thema zu finden, so Merklinger weiter. Des Weiteren erwarte das Landratsamt ein Konzept, wie der Tierhof und die Igelstation betrieben werden sollen.

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