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Gutachter rät von drittem Wertstoffhof ab
Gutachter rät von drittem Wertstoffhof ab
03.12.2019 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Die Kreisverwaltung will auf den Bau eines weiteren Wertstoffhofs im nördlichen Landkreis/Hardt verzichten und folgt damit einer Bedarfsanalyse, die ein Ingenieurbüro gestern dem Betriebsausschuss des Kreistags vorgelegt hat. Die Idee zur Erweiterung der Infrastruktur war aufgekommen, nachdem der Landkreis mit seinem neuen Wertstoffhof in Bühl-Vimbuch positive Erfahrungen gesammelt hat. Das beauftragte Ingenieurbüro kommt jedoch zu dem Schluss, dass eine weitere Einrichtung zwar mehr Komfort bedeuten würde (16 Prozent weniger Anfahrtswege), aber nicht zwingend notwendig und auch nicht wirtschaftlich wäre.

Die Gutachter gehen davon aus, dass ein neuer Wertstoffhof 3,5 Millionen Euro kosten würde und jährliche Betriebskosten von 600 000 Euro nach sich zöge. Dagegen wären zusätzliche Verwertungserlöse durch die Annahme von Metall oder Papier kaum zu erwarten. Bei der Deponie Oberweier würden die Anlieferungen deutlich zurückgehen, ohne dass die Betriebskosten sinken würden. Unterm Strich würden den Mehrkosten von jährlich 600 000 Euro nur Einsparungen von 230 000 Euro gegenüberstehen

Die Gutachter kommen zu dem Fazit, dass der Bedarf mit den Standorten Oberweier und Vimbuch - ergänzend kommen die privaten Annahmestellen Hurrle (Ottenau) und Hofmann (Rastatt) hinzu - gedeckt werden kann. Statt dem Neubau eines weiteren Wertstoffhofs plädieren die Experten dafür, die Mülldeponie Oberweier zu ertüchtigen - durch Verbesserungen mit Umbauten, mehr Personal und Technik. Ziel sei es, die Mängel bei den Warte- und Abfertigungszeiten zu reduzieren. Nach dem einstimmigen Beschluss des Ausschusses wird die Verwaltung bis zum ersten Halbjahr 2020 ein entsprechendes Konzept für die Deponie erarbeiten.

Ob allerdings damit ein Wertstoffhof im Norden vom Tisch ist, wollte CDU-Sprecher Hartwig Rihm offenlassen. Er vermisste Untersuchungen zu Synergieeffekten, etwa durch Kooperation mit privaten Anbietern oder der Stadt Rastatt an einem bestehenden Standort. Für die SPD liegt der Verzicht auf einen Neubau dagegen auf der Hand, wie Peter Hirn angesichts der Aussagen im Gutachten feststellte.

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