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Hochwasserschutz torpediert Kleingärtner-Umzug
Hochwasserschutz torpediert Kleingärtner-Umzug
10.01.2020 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Im Zeichen des von Daimler verhängten Investitionsstopps im Rastatter Benz-Werk legt die Stadtverwaltung einen neuen Fahrplan vor, um für die vom Unternehmen später in Aussicht gestellte Entwicklung der Fabrik gewappnet zu sein. Das betrifft vor allem die Expansion im Südosten. Die Verlage rung der Kleingartenanlage Oberwald wird weiter verfolgt, dürfte sich jedoch gegenüber früheren Zeitangaben verzögern.

In den Unterlagen für die Sitzung des Technischen Ausschusses am Montag (Beginn: 17.30 Uhr) spricht die Verwaltung davon, dass man in Abstimmung mit den Gartenfreunden die Anlage "zügig" verlagern wolle. Mit dem notwendigen Erwerb von 34 Grundstücken für den neuen Standort zwischen Oberwaldstraße und Westring wurde eine externe Firma beauftragt. Problem: Das favorisierte Areal liegt in einem gesetzlich festgelegten Überschwemmungsgebiet, in dem die Ausweisung neuer Baugebiete untersagt ist. Zwar steckt die weitere Ertüchtigung des Murgdamms in der Planungsphase. Allerdings geht man im Rathaus davon aus, dass frühestens im Jahr 2028 der Hochwasserschutz umgesetzt ist. Jetzt muss die Verwaltung prüfen, ob die Verlagerung der Anlage ausnahmsweise früher möglich ist. Die Einschätzung der Erfolgsaussichten klingt indes sehr verhalten. Der gesetzliche Rahmen sei "sehr eng", so die Stadtplaner.

Festhalten will die Verwaltung an dem Vorhaben, die Stadtgärtnerei auf das künftig neu geordnete Bauhof-Areal an der Plittersdorfer Straße zu verlagern. Und auch der Ausbau der Kreuzungen der Oberwaldstraße mit der Ottersdorfer Straße und Kehler Straße soll weiter verfolgt werden. Offen ist noch, was mit dem Gartenabfallplatz an der Ottersdorfer Straße passiert. Laut Verwaltung könnte dieser möglicherweise ersatzlos entfallen. Das hängt davon ab, was eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergibt, die Grundlage für ein neues Gesamtkonzept der Grünschnittplätze in Rastatt sein soll.

Obwohl das Bebauungsplanverfahren für die Süd-Erweiterung an der Ottersdorfer Straße auf Eis gelegt werden soll, will man im Rathaus ein landwirtschaftliches Flächenmanagement in Angriff nehmen, um grundsätzlich die Problematik des Ausgleichs durch eine Betriebserweiterung und möglichen Eingriffen durch die Landesgartenschau zu regeln - auch im Interesse des städtischen Pächters.

Vorrang für Daimler hat nun die Verdichtung auf dem Werksgelände, weshalb der entsprechende Bebauungsplan vorangetrieben werden soll. Dessen Bestandteil soll auch das bei Tor 6 gelegene, rund vier Hektar große Wäldchen werden, das wohl für Zwecke des Unternehmens gerodet werden dürfte.

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