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Mehr Beutel fürs Hundegeschäft
Mehr Beutel fürs Hundegeschäft
11.01.2020 - 00:00 Uhr
Rastatt (sl) - Es ist eine alte Geschichte, doch ärgert sie täglich neu: Hundehaufen in Grünanlagen oder gar auf dem Bürgersteig. Jetzt platzte Karl-Heinz Hog aus der Rastatter Kaiserstraße die Hutschnur und er wandte sich ans BT. Die frisch sanierte obere Kaiserstraße sei, so klagt er, mit sogenannten Tretminen geradezu übersät. Bei der Stadtverwaltung hat man eine generelle Ansammlung von Hundekot dort bislang nicht festgestellt und will die Sache beobachten. Außerdem sollen im Stadtgebiet dieses Jahr neue Spender für Hundekotbeutel aufgestellt werden.

Kart-Heinz Hog empört sich nicht nur über die Haufen an sich, sondern auch über manche Frauchen und Herrchen, die patzig würden, wenn man sie auf ihr Fehlverhalten hinweist. "Kümmern Sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten, ich bezahle ja schließlich Hundesteuer", bekomme er da oft zu hören. "Was unternimmt die Stadt Rastatt gegen diese unvernünftigen Hundehalter?", fragt er.

Dass Hundekot auf Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen oder in fremden Vorgärten unverzüglich zu entfernen ist, regelt in Rastatt die Polizeiverordnung. Zuwiderhandlungen kosten 75 Euro aufwärts, sagt Pressesprecherin Heike Dießelberg und räumt zugleich ein, dass es für die städtischen Ordnungshüter äußerst schwierig sei, die Übeltäter auf frischer Tat zu ertappen. Im asphaltierten Bereich der Innenstadt und damit auch in der Kaiserstraße sei das Problem indes nicht besonders gravierend. Eher schon in Grünanlagen wie dem Stadtpark oder rund um die Pagodenburg oder im Murgvorland.

In den Grünanlagen sind auch die Standorte der derzeit 21 Spender von Hundekotbeuteln. 4 500 Euro hat die Stadt im vergangenen Jahr dafür aufgewendet. Neun Spender werden von Mitarbeitern der Technischen Betrieben gewartet, bei zwölf Stück haben das einzelne Bürger beziehungsweise private Initiativen übernommen. Über solches Engagement freut man sich im Rathaus. Wie Dießelberg berichtet, werden die Tüten gut angenommen. Sie sind übrigens auch in Päckchen zu 30 Stück kostenlos zu haben im Bürgerbüro, in den Ortsverwaltungen und bei der Gemeinwesenarbeit in den Stadtteilen. Die Tüten samt Inhalt sind in öffentlichen Mülleimern beziehungsweise im Restmüll zu entsorgen.

Bei den Tüten sei man jüngst auf ein Modell umgestiegen, das zu 85 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen, insbesondere Zuckerrohr, hergestellt wird, berichtet die städtische Pressesprecherin. Es handelt sich um ein in Deutschland hergestelltes Fabrikat. Von den älteren in Asien gefertigten Tüten, die recycelte Industrieabfälle enthalten, würden nur noch Restbestände aufgebraucht.

2020 will die Rastatter Stadtverwaltung weitere Spender aufstellen, zum Beispiel auf dem Murgdamm. Gerne prüft der Kundenbereich Ökologie und Grün Vorschläge von Rastattern für weitere Standorte (E-Mail: oekologie-und-gruen @rastatt.de). Karl-Heinz Hog hätte schon eine Idee: Die obere Kaiserstraße.

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