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Ein "selbstbewusstes Haus" für die Knöpflestadt
13.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Anne-Rose Gangl

Kuppenheim - Viele Jahre lang haben sich die Kuppenheimer eine neue Veranstaltungshalle gewünscht, in der Gestaltung, Räumlichkeit, Licht und Akustik eine ansprechende Atmosphäre verleihen. Am Freitagabend wurde ihr Wunsch nun Wirklichkeit, zum ersten Mal durften sie in "ihrer" neuen Veranstaltungshalle feiern. Es ist wohl das schönste Geschenk, das sich die Stadt zu ihrem 925. Geburtstag machte.



Die Stühle reichten am Freitagabend nicht aus, denn entlang der Badstraße in Richtung der neuen Veranstaltungshalle strömten die Menschen aus Kuppenheim, aber auch aus den umliegenden Gemeinden, in Scharen. Rund 650 Besucher waren gespannt, wie die Halle nach nur 20 Monaten Bauzeit aussieht und welchen Wohlfühlcharakter sie hat. Bis zur letzten Sekunde wurde in und um die Halle noch Hand angelegt, damit der feierlichen Einweihung nichts mehr im Wege stand.

"Wir sind überwältigt von dem großen Interesse", sagte Bürgermeister Karsten Mußler. Er erinnerte an frühere Jahre, in denen das vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt im Kreuz- und Sonnensaal, im Ochsensaal und zuletzt nur noch in der Wörtelhalle stattgefunden habe. Veranstaltungen mussten in die Sporthalle bei der Realschule Kuppenheim oder in das von der katholischen Kirche zur Verfügung gestellte St. Sebastianhaus verlegt werden.

Im November 2014 hatte der Kuppenheimer Gemeinderat grünes Licht für die Masterplanung einer neuen Veranstaltungshalle gegeben. Am öffentlich ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb im Oktober 2015 beteiligten sich Architekten aus Stuttgart, München, Berlin, sogar aus Österreich. 268 Entwürfe lagen letztlich vor, aus denen per Losverfahren 23 Arbeiten untersucht wurden. Sieger des Wettbewerbs wurde das Architekturbüro Dasch Zürn aus Stuttgart.

In einer von Hans-Peter Hegmann zusammengestellten Lichtbildpräsentation wurde am Freitag die Entstehung der neuen Halle vom Spatenstich im April 2018 bis zum Endspurt gezeigt. 14 Planungsbüros und 36 ausführende Firmen haben sich laut Bürgermeister Mußler am Bau der Halle beteiligt. Pünktlich und innerhalb der veranschlagten Kosten in Höhe von rund 8,5 Millionen Euro wurde sie nun fertig. Nach Abzug der Vorsteuer und Zuschüsse muss die Stadt Kuppenheim selbst einen Eigenanteil in Höhe von rund 5,9 Millionen Euro stemmen. "Ich bin davon überzeugt, jeder einzelne Euro, deN wir hierfür ausgegeben haben, ist gut angelegtes Geld", betonte der Bürgermeister.

Sein besonderer Dank ging an den Architekten Helmut Dasch und dessen Team, die verantwortlichen Bauleiter Carina Haffner und Marcelle Raff, an den bereits im Ruhestand befindlichen Stadtbaumeister Gerhard Heinz, der das begonnene Projekt zu Ende führte, sowie an das Mitarbeiterteam im Rathaus und alle Vertreter der örtlichen Vereine, die sich in den vergangenen Jahren in den Planungsprozess eingebracht hätten. Noch nicht zu sehen ist das von Hans-Peter Mai aus Oberndorf gefertigte Kunstobjekt.

"Es ist eine Gemeinschaftsarbeit, was hier entstanden ist", lobte Architekt Helmut Dasch, der die intensive Zusammenarbeit sowie das große Interesse an Architektur und Funktionalität hervorhob. Viel Herzblut aller Beteiligten sei in die Entstehung der Halle geflossen, die nun als außergewöhnliches und selbstbewusstes Haus für die Darstellung der Stadt von großer Bedeutung sei. Den geistlichen Segen überbrachten Pfarrer Marcus Honé und Pfarrer Jürgen Biskup. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, einen Ort des Miteinanders zu haben. Die neue Veranstaltungshalle sei eine solche Stätte, wo Menschen zueinander kommen und miteinander da sind, so Pfarrer Honé.

Gänsehautfeeling gab es, als sich der schwere Bühnenvorhang lüftete und die Stadtkapelle Kuppenheim unter Leitung von Monika Gutmann den Konzertmarsch "Carpe Diem" aufspielte. "Die Akustik in der Halle ist einmalig", freute sich die Dirigentin. Erstklassig, wunderschön, tolles Ambiente, gelungenes Bauwerk und noch viele lobende Worte mehr gaben die Besucher der neuen Veranstaltungshalle, in der die Menschen an diesem Abend noch lange verweilten.

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