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Telefonica will Mobilfunkmasten e rstellen
Telefonica will Mobilfunkmasten e rstellen
15.01.2020 - 00:00 Uhr
Bischweier (mak) - Die Demontage von Anlagenteilen des Spanplattenwerks auf dem Kronospan-Areal in Bischweier, in deren Zusammenhang auch der Kamin abgerissen wird, bringt die Telekommunikationsanbieter in Zugzwang, die bislang dort ihre Anlagen installiert hatten. Telefonica Deutschland wird nun im Regenüberlaufbecken in der Nassenackerstraße neben dem dortigen Schnellimbiss einen Funkmasten errichten.

Wie Bürgermeister Robert Wein auf BT-Anfrage weiter erläutert, soll es sich zunächst um einen temporären Masten handeln, der etwa 35 bis 40 Meter hoch werden könnte. Die Stahlkonstruktion soll im Bereich des Regenüberlaufbeckens platziert werden, erste statische Prüfungen habe es bereits gegeben, berichtet der Rathauschef.

Die Zeit drängt, denn Kronospan hat Telefonica den Vertrag zum 30. Juni gekündigt. Da ein Genehmigungsverfahren für die Erstellung eines dauerhaften Mastens jedoch mindestens ein Jahr benötige, wolle Telefonica zunächst diese Zwischenlösung errichten. Wenn die Genehmigung vorliege, soll der Stahlmasten durch einen Betonmasten ersetzt werden, so Wein. Ein entsprechender Vertrag mit dem spanischen Mobilfunkanbieter sei im vergangenen Jahr unterzeichnet worden.

Eine Überraschung erlebte der Rathauschef am 23. Dezember, als er nachmittags gerade dabei war, in die Weihnachtspause zu gehen: "Ich habe eine E-Mail von Skytron Communications aus Karlsbad erhalten, die auch eine Anlage am Kronospan-Kamin installiert haben und die dringend einen neuen Standort gesucht haben", erzählt Wein. Skytron hat sich auf kabelloses Highspeed Internet spezialisiert und baut WLAN-Netze auf. Er habe umgehend geantwortet und mitgeteilt, dass es möglich sei, die Anlagen am künftigen Masten von Telefonica zu installieren. Man habe nämlich vertraglich vereinbart, auch andere Mobilfunkanbieter zuzulassen.

Anders die Telekom, die neben der Sporthalle in Bischweier einen Betonmasten errichten möchte, um ihr Mobilfunknetz im Kirschendorf zu verbessern. Der Gemeinderat hatte dem Vorhaben Ende Oktober zugestimmt, nachdem er die Pläne zunächst kritisch gesehen hatte. Das Gremium hatte überdies bei der Telekom angeregt, die Anlagen von Telefonica an ihrem Masten zuzulassen, was das Unternehmen jedoch ablehnte.

Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG), eine Telekom-Tochter, ist mit der Projektentwicklung betraut und betreibt das erforderliche Genehmigungsverfahren. Dort hat Wein bislang vergeblich versucht, einen Ansprechpartner zu bekommen und herauszufinden, wann es denn nun mit dem Bau losgeht. "Immerhin überweist die Telekom schon Miete für den Masten", freut sich der Schultes.

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