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Nächste Neubauten kündigen sich bereits an
Nächste Neubauten kündigen sich bereits an
15.01.2020 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Mit Investitionen von 27,5 Millionen Euro allein in städtische Gebäude nimmt der Rastatter Finanzhaushalt in diesem Jahr Rekordgröße an. Neben den laufenden Großprojekten zeichnen sich bereits die nächsten Neubauten ab, wie bei der Etat-Vorberatung im Technischen Ausschuss bekannt wurde.

So kündigte Hochbau-Kundenbereichsleiterin Jasmin Weinert eine Erweiterung der Gustav-Heinemann-Schule in Rheinau-Nord an. Die Planer erwägen im rückwärtigen Raum eine Verlängerung des linken Riegels um vier Klassenzimmer. Zwar soll die Maßnahme erst in den Jahren 2022/2023 umgesetzt werden. Doch die Gemeinschaftsschule stößt bereits jetzt so sehr an Grenzen, dass zum neuen Schuljahr auf dem Hof vor dem Gebäude provisorisch Container für zwei Klassenzimmer aufgestellt werden müssen. Dafür wird die Erneuerung der Sporthalle (Sonnenschutz und Boden) ins Jahr 2021 geschoben.

Den größten Batzen bei den Investitionen verschlingt der 14,5 Millionen Euro teure Neubau der Hans-Thoma-Schule, für den allein in diesem Jahr acht Millionen aufgewendet werden müssen. Der symbolische Spatenstich ist am 5. Februar geplant, sodass die Schule zum Schuljahr 2021/2022 in Betrieb gehen könnte. In der bestehenden Sporthalle der neuen Grundschule wird in diesem Jahr ein Aufzug eingebaut und 2021 eine Sanierung angegangen.

Bei den weiterführenden Schulen führt das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium die Hitliste an. 3,5 Millionen Euro sind in diesem Jahr am LWG fällig für Brandschutz, Erneuerung der Fachräume und Barrierefreiheit. Am Tulla-Gymnasium neigen sich die Arbeiten für Brandschutz und Barrierefreiheit (1,1 Millionen) dem Ende zu. Einige Probleme habe es in der August-Renner-Realschule gegeben, berichtete Weinert. Bei Umbau der Verwaltung, Ertüchtigung des Brandschutzes und vor allem bei der Herstellung der Technikräume in den ehemaligen Garagen müsse man eine erhebliche Termin- und Kostenüberschreitung in Kauf nehmen. Von einer Firma habe man sich deshalb sogar fristlos getrennt.

Bei den Kindergärten sind die Erweiterungen in Ottersdorf (Ausgaben 2020: 1,8 Millionen) und Friedrich Oberlin (1,7 Millionen) voll im Gange. Vollzug meldete Weinert für den Ausbau der Kita Stockhorn. In der Planung sind neue Kindergärten in Plittersdorf (9,5 Millionen Euro in den Jahren 2021 bis 2023) und Rheinau-Nord (8,5 Millionen in den Jahren 2021 bis 2023). Für letztgenannte Maßnahme hat sich die Verwaltung mittlerweile von der geplanten Modul-Bauweise verabschiedet, weil sie doch nicht kostengünstiger sei, sagte Weinert. Jetzt wird traditionell mit Einzelgewerken gebaut. Handlungsbedarf sieht die Stadt bei der bestehenden Kita Rheinau-Nord; hier muss das undichte Dach für 740 000 Euro saniert werden.

Bei den Verwaltungsgebäuden will die Stadt für die Neuordnung der technischen Betriebe in diesem Jahr 6,8 Millionen investieren. Das Postgebäude wird für 600 000 Euro hergerichtet, damit der neue Fachbereich Gebäudemanagement in diesem Herbst einziehen kann. In der Fruchthalle wird der Brandschutz verbessert (500 000 Euro), und im ehemaligen SWI-Gebäude in der Karlstraße wird der Umbau planerisch auf den Weg gebracht, um das Stadtarchiv unterbringen zu können, das am bestehenden Standort in der Kaiserstraße 48a aus allen Nähten platzt.

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