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Bauantrag für Restaurant bei Kino eingereicht
Bauantrag für Restaurant bei Kino eingereicht
16.01.2020 - 00:00 Uhr
Rastatt (ema) - Es war ruhig geworden um die Pläne für ein Restaurant mit Kletterhalle am nördlichen Stadteingang als Ergänzung zum Kino Forum. Jetzt rückt das Projekt schlagartig in den Blick. Denn die Stadtverwaltung will in diesem Jahr einen Abschnitt des Berliner Rings sanieren und damit die Er schließung des Restaurant-Grundstücks angehen. Während der Bauantrag für das Gebäude seit Dezember im Rathaus vorliegt, kamen bei der Haushaltsberatung im Technischen Ausschuss Zweifel auf, ob der Berliner Ring überhaupt ertüchtigt werden muss.

"Wir warten auf die Baugenehmigung", will Kino-Investorin Gertraud Hurrle "so schnell wie möglich" auf dem rund 3 000 Quadratmeter großen Eckgrundstück loslegen. Gegenüber dem ursprünglichen Konzept (viergeschossiges Gebäude mit Restaurant, Showroom Mobilität, Boulderhalle für Kletterer sowie einer Rooftop-Bar auf dem Dach) sind die Pläne mittlerweile abgespeckt, sagte Hurrle dem BT. Übrig geblieben sind nur noch das Restaurant und die Boulderhalle in einem zweigeschossigen Komplex. Durch die geringere Nutzfläche will man jetzt auch auf eine Tiefgarage verzichten.

Dem Wunsch der Verwaltung nach Informationen über das Gastronomiekonzept kann Gertraud Hurrle noch nicht entsprechen. "Ich weiß es noch nicht", sagt die Investorin. Es habe zwar Gespräche mit möglichen Betreibern gegeben; doch spruchreif wurde daraus nichts.

Erschlossen wird das Areal vom Berliner Ring aus. Um dafür die Voraussetzungen zu schaffen und gleichzeitig die Fahrbahn zu sanieren, will die Verwaltung in diesem Jahr für 300 000 Euro den Straßenabschnitt zwischen Danziger Straße und der Kreuzung zur Karlsruher Straße ertüchtigen.

Die Notwendigkeit zog Michael Weck (SPD) im Technischen Ausschuss in Zweifel und plädierte dafür, die Maßnahme zu schieben, da andere Straßen, etwa im Zay, stärker abgenutzt seien und die Maßnahme nicht mit dem Bau des Restaurants kollidieren solle.

Tiefbau-Kundenbereichsleiter Jürgen Deck machte allerdings keine Hoffnung, dass etwa die Gartenstraße oder Zaystraße vorgezogen werden, wenn man den Berliner Ring erst mal liegen lasse. OB Hans Jürgen Pütsch wies darauf hin, dass die geplanten Abbiegespuren zum künftigen Restaurant und daneben zum VPM-Verlag auf der Straße abgebildet werden müssten. Pütsch: "Bei dem Verkehrsaufkommen können wir es uns nicht erlauben, die Maßnahme zurückzustellen."

Geplant ist jetzt, die Straßensanierung im ersten Halbjahr zu beauftragen. Ausgespart bleiben jedoch die geplante Bushaltestelle an der Karlsruher Straße sowie der Kreuzungsanschluss an die Ortsdurchfahrt, weil die Verwaltung zunächst die Konkretisierung eines Radschnellwegs abwarten will.

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