Von Jamaika bis zum Amtswechsel

Von Jamaika bis zum Amtswechsel

Von Matthias Greß

Iffezheim - 41 Nummern stark schlängelte sich der Gaudiwurm gestern Nachmittag durch die Haupt- und Hügelsheimer Straße in Iffezheim und brachte einiges für Augen und Ohren mit. Neben den beiden einheimischen Häsgruppen, den Rheinwaldhexen und den Goldbrück' Hirschen, verströmten Gruppen aus Haimbach, Rotenfels, Sandweier, dem Ried, Hügelsheim, Scherzheim und dem Murgtal den Flair der alemannischen Fasenacht.

Die große Anziehungskraft des Iffzer Umzugs stellte José Fuentes Leon unter Beweis, der extra zum Umzug aus Tarragona angereist war. Etwas was aufs Ohr gab es von den Musikvereinen aus Iffezheim, Sandweier, dem Fanfarenzug und den Oostalfetzern.

Der Wechsel im Bürgermeisteramt warf selbstredend seine Schatten auf das närrische Treiben: Die "Sportfreunde Sallis" feierten Wal-Party, der Männergesangverein schickte Peter Werler ganz ohne Kunst in Rente, und die Kleintierzüchter spülten das Geld für die Fridi-Foundation das Klo hinab. Viel, viel mehr Kernsee forderte die Feuerwehr, damit die Iffzer Piraten endlich doch mal einen Schatz zu heben hätten. An die große Politik mit Jamaika und GroKro erinnerten die "Schottenzottler", die vielleicht auch die "Nicht richtig tickende" Privatgruppe im Hinterkopf hatte. Mit Christian Lindner als Steuermann rechnete sich der Jamaika-Bob bei Olympia sicher nicht viele Siegchancen aus.

Aus Bollywood fanden sich die ICC-Frauen zum Umzug ein. Eine nicht ganz so weite Anreise hatten die peruanischen Straßensänger, die sonst in den Innenstädten zu hören sind. Natürlich kommt kein Umzug ohne Clowns, darunter José, aus. Die Emoticons einer ganzen Chat-Nacht trug der Tischtennisclub durch die Straßen. Was sich neckt, das liebt sich - und so zogen die Karnevalsvereine aus Iffezheim, Wintersdorf, Plittersdorf und Sandweier mit Garde, Kind und Kegel närrisch vereint durch die Straßen des Renndorfs.

Schluss ist leider mit dem traditionellen Ende des Gaudiwurms: Nach 33 Jahren wird der "Schäferkarch" sein Gnadenbrot in der heimischen Scheune fristen.

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