Dreijähriger erstmals in Manege

Mit 15 Familienmitgliedern und 80 Großtieren startet der Zirkus Bely in die neue Saison. Foto: Friedrich

Von Stephan Friedrich

Rastatt - Marina Frank und ihre Familie haben derzeit viel zu tun. Denn schließlich steht für die Rastatter Zirkusfamilie, die ihr Winterquartier auch dieses Jahr auf dem Gelände der alten französischen Kaserne entlang der B36 aufgeschlagen hatte, der Start in eine neue Saison an. "Wir haben vieles vorbereitet und freuen uns sehr, dass es nun endlich wieder losgeht", sagt ihr Mann Harry Alfredo. Mit insgesamt drei Generationen reist die Familie Frank bis Mitte November durch ganz Baden-Württemberg.

Am vergangenen Montag wurde mit dem Aufbau des großen Viermastzelts auf dem Rastatter Festplatz zur Friedrichsfeste begonnen. In den vergangenen Tagen dann wurde die Licht- und Tonanlage eingerichtet und viele der Artisten hatten die Möglichkeit, ihre neuen Nummern erstmals im Zelt zu testen. "Das ist immer eine sehr spannende Zeit. Schließlich will nun jeder wissen, wie seine neuen Ideen bei den Zuschauern ankommen", berichtet Marina Frank. Neu in diesem Jahr ist unter anderem ein Pas de deux, das Neyenne Frank gemeinsam mit ihrem Partner Adrian Donnert präsentiert. Auf dem Rücken zweier französischer Kaltblüter zeigen die beiden so manch gewagtes Kunststück. "Als Höhepunkt reite ich freihändig stehend auf dem Kopf meines Partners", berichtet Neyenne Frank. Ebenso wie ihre drei Geschwister ist sie im Zirkus Bely aufgewachsen und kennt die Manege seit vielen Jahren. Trotzdem ist auch für sie eine Saisonpremiere etwas Besonderes: "Wir freuen uns darauf", berichtet sie mit einem Lachen im Gesicht.

Im beheizten Zelt bietet der Zirkus Bely bis einschließlich Montag, 19. März, jeden Tag ein rund zweistündiges Zirkusprogramm für die ganze Familie. "Artisten von außen brauchen wir nicht: Bei uns wird die komplette Show von meiner Familie gestaltet", berichtet Marina Frank nicht ohne Stolz. Nicht nur artistisch, unter anderem mit einer Gleichgewichtsnummer auf der römischen Rolle, hoch unter der Zirkuskuppel an den fliegenden Tüchern oder mit einer lustigen Einlage der tanzenden Teller, hat der Zirkus Bely einiges zu bieten. Denn mit den rund 15 Familienmitgliedern reisen auch 80 Großtiere. Verschiedene Pferdenummern gehören traditionell zum Programm, dazu gibt es eine Hundenummer und eine Exotenkarawane mit Kamelen, Lamas und Alpaccas.

Bauernnummer mit Kühen und Ziegen

Noch nicht in der Manege, dafür aber während der Tierschau in der Pause zu sehen, ist ein erst vor wenigen Tagen in Rastatt geborenes Kamelbaby. "Einen Namen hat das Jungtier noch nicht. Es befindet sich aber in guter Gesellschaft, denn bereits im Winterquartier haben wir uns über zwei junge Kamelbabys gefreut", berichtet Marina Frank. Tierisch gut verspricht auch die neu einstudierte Bauernnummer zu werden. Neben Kühen, Schafen, Ziegen und Gänsen springen dann allerhand weitere Tiere durch die Manege.

Kurz vor der Premiere sind, drei Wochen später als versprochen, auf dem Rastatter Festplatz auch die neuen Werbetafeln des Zirkus Bely eingetroffen. "Die sind echt toll geworden", freut sich Marina Frank und berichtet, dass es rund um eine neue Spielstation immer viel zu tun gibt. "Deshalb freuen wir uns, dass wir an vielen Orten immer wieder zu Gast sein dürfen. So wie in Rastatt", sagt auch Nanja Frank. Sie weiß, dass viele Besucher jedes Jahr kommen, um einen bunten Zirkusnachmittag zu erleben. Deshalb sei es wichtig, das Programm immer wieder anzupassen. Dies gilt auch für die Clownnummern, auf die sich der dreijährige Meddox in diesem Jahr besonders freut. Zum ersten Mal darf auch er mit in der Manege stehen, wie es sich für ein echtes Zirkuskind gehört.

Bis einschließlich Montag, 19. März, spielt der Zirkus Bely auf dem Festplatz zur Friedrichsfeste in Rastatt. Im Zelt startet die Premiere am morgigen Freitag, 9. März um 19 Uhr. Danach finden die täglichen Vorstellungen um 16 Uhr statt. Am Schlusstag, Montag, 19. März, geht es bereits um 14 Uhr los. Infotelefon: (01 72) 7 29 20 93.

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