Professionelle Anwender tauschen sich aus

Interessierte und Mitglieder des Arbeitskreises E-Mobilität unterhalten sich über die neuesten Entwicklungen.  Foto: Merkel

Rastatt (mme) - Einen Diesel, Benziner oder doch das Elektroauto? Bis 2020 will die Bundesregierung jedenfalls, dass eine Million E-Autos in Deutschland angemeldet sind. Seit vergangenem Jahr beschäftigt sich der "Arbeitskreis E-Mobilität" unter anderem mit diesem Thema und tauscht sich über Alternativen aus, die in dieser Branche möglich sind. Am Dienstagabend präsentierte sich der Arbeitskreis, der sich zum Ziel gesetzt hat, die E-Mobilität in der Region zu stärken, erstmals der Öffentlichkeit.

"Die Weiterentwicklung der Elektromobilität ist ein zukunftsweisendes Thema der deutschen Industrie. Mehr noch: Elektrofahrzeuge können ein wichtiger Baustein der Energiewende werden", schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie auf seiner Homepage. Nicht nur bundesweit wird darüber nachgedacht, sondern auch in der hiesigen Region ist dies ein Dauerthema. Nach dem "Energietisch" im Februar 2017 im alten E-Werk in Baden-Baden reifte bei einigen Unternehmern aus Karlsruhe, Baden-Baden, Rastatt und dem Murgtal der Gedanke, "am Thema dran zu bleiben". Seitdem tauschen sich Gleichgesinnte über die neuesten Entwicklungen der Branche aus und versuchen, Kunden beratend zur Seite zu stehen.

"Die Resonanz war 2017 überraschend groß, so dass wir uns dazu entschieden haben, einen Arbeitskreis ins Leben zu rufen", schildert Matthias Friedmann, Effizienzmoderator der Energieagentur Mittelbaden. Seit vergangenem Juni treffen sich die Mitglieder einmal im Vierteljahr. "Wir sind rund 30 Personen, die sich über E-Mobilität austauschen. Den harten Kern bilden momentan 15 bis 20 Interessierte, die ehrenamtlich mitwirken", erläutert Hans Werner Brocke, Beauftragter des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft für Rastatt und Baden-Baden.

Im Rahmen der Ausstellung "Klimaschutz in der Region" der Energieagentur Mittelbaden im Landratsamt präsentierte der Arbeitskreis zwei Themen, mit denen sich die Gleichgesinnten befassen. Frederik André-Gehri stellte die Speicherung und Ladetechnik von Photovoltaik vor und Patrick Buchholz referierte über die eigenen Erfahrungen von E-Mobilität im Alltag. .

"Wir suchen professionelle Anwender, die etwas zu den Themen, die wir behandeln, mit einbringen können", beschreibt Brocke das Mitgliederprofil. Dabei sind Berufstätige aus verschiedensten Bereichen tätig. So ist die Steinbeis Business Academy aus dem Bildungsbereich genauso vertreten wie beispielsweise Buchholz Textilpflege. "Hintergedanke des Zusammenschlusses ist es, die Öffentlichkeit für das Thema E-Mobilität zu sensibilisieren", sagt Friedmann.

Noch stehe der Arbeitskreis am Anfang seiner Arbeit. Das Mitwirken an Veranstaltungen, wie bei der Ausstellung zum Klimaschutz, soll den Bekanntheitsgrad sukzessive steigern. "Wir müssen uns dem Thema stellen. Die Mobilität wird sich vermutlich so ändern, wie wir uns das heute gar nicht vorstellen können", sagt Brocke. Weiterhin merkt er an: "Auch für die großen Unternehmen in unserer Region, die mit Verbrennungsmotoren zu tun haben, ist es wichtig, über E-Mobilität nachzudenken, da davon mit Sicherheit auch in der Zukunft einige Arbeitsplätze abhängig sind."

Bei Daimler hat man sich auf die Entwicklung eingestellt. Im vergangenen Jahr erhielt das Benz-Werk Rastatt den Zuschlag für die Produktion eines voll-elektronischen Konzeptfahrzeugs im Kompaktsegment.

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