Häuslebauer sollen im Herbst 2019 loslegen

Das rot umrandete Areal soll ab dem kommenden Frühjahr erschlossen werden. Wald+Corbe

Hügelsheim (mak) - In unmittelbarer Nachbarschaft zum Baden-Airpark, auf dem Areal der ehemaligen Heizzentrale an der Victoria Straße, möchte die Gemeinde Hügelsheim 19 Baugrundstücke entwickeln (wir berichteten). In der Ratssitzung am Montag beschloss das Gremium die Erschließung der 1,5 Hektar großen Fläche, die ab dem nächsten Jahr für eine Bebauung zur Verfügung stehen soll.

Ein Vertreter eines örtlichen Ingenieurbüros erläuterte den Gemeinderäten die Planungen, die einhellig auf Zustimmung stießen. Bei den Bodenuntersuchungen wurden an zwei Stellen kleinere Verunreinigungen entdeckt. Zum einen eine leichte Teerbelastung im Bereich der Victoria Straße und eine Verunreinigung am Standort der ehemaligen Heizzentrale, so der Planer. Wahrscheinlich handle es sich um eine Auffüllung, die genauer erfasst werden sollte.

Im Hinblick auf mögliche Kampfmittel im Boden könnte es sein, dass noch Munitionsreste vorhanden sind, denn es gab kleine Schützengräben auf dem Gelände. Da jedoch auch noch Rohre der ehemaligen Heizzentrale im Boden liegen, habe bei der Erkundung die Metallsonde ständig angeschlagen, so dass man mögliche Munitionsreste nicht orten konnte, führte der Planungsingenieur aus.

Bezüglich der Ausbaustandards erklärte der Planer, dass die Grundstücke im Trennsystem entwässert werden sollen, wie es bereits in der Victoria Straße der Fall sei. In der Albertastraße sei ein neuer Entwässerungskanal erforderlich, der im Grünbereich verlegt werde. Da die Fahrbahndecke der Victoria Straße nicht mehr in gutem Zustand ist, wird sie komplett erneuert. Die Randeinfassungen werden erneuert, auch die Kanäle im Untergrund werden ausgetauscht. Die Albertastraße erhält einen zweiten Gehweg, außerdem werden Parkplätze gebaut.

Im Baugebiet sind 21 Parkplätze mit einer Regelbreite von 2,50 Metern vorgesehen, führte der Planer weiter aus, der jedoch für etwas großzügigere Stellflächen plädierte. In Einkaufsmärkten seien die Parkplätze häufig 2,70 Meter breit. Zudem sehen die Planungen bislang keinen Behindertenparkplatz vor. Der Rat sollte sich überlegen, ob ein solcher gewünscht sei.

Die Gesamtkosten für die Erschließung belaufen sich auf 1,43 Millionen Euro. Die Straßenbauarbeiten schlagen mit etwa 691000 Euro zu Buche, in diesem Betrag ist die Entsorgung von belastetem Material bereits enthalten. Die Infrastruktur für die Entwässerung verursacht Kosten in Höhe von 518000 Euro, die Wasserversorgung kostet 154000 Euro.

Die Arbeiten sollen im Herbst ausgeschrieben und zum Jahresende vergeben werden, so dass die Unternehmen im zeitigen Frühjahr 2019 loslegen können. Im Herbst soll die Erschließung beendet sein.

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