Umbau der Wolf-Eberstein-Halle soll endlich starten

Umbau der Wolf-Eberstein-Halle soll endlich starten

Muggensturm (hli) - Dass Muggensturm in den kommenden Jahren durch die Erschließung des Neubaugebiets "Falkenäcker - Stangenäckerle" um 1 400 bis 1 500 Einwohner wachsen wird, ist kein Geheimnis. Beim Neujahrsempfang der Gemeinde berichtete Bürgermeister Dietmar Späth nun über den Stand der Dinge.

"Wir sind auf einem guten Weg", befand der Rathauschef. Mittlerweile habe man Gespräche mit allen Eigentümern geführt. Bis die letzten Details geklärt seien, könne allerdings noch etwas Zeit vergehen. Optimistisch gesehen könne die Erschließung wohl 2020/21 beginnen.

Durch die zusätzlichen Einwohner stehe zur Debatte, möglicherweise den Kindergarten "Oase" zu vergrößern, kündigte Späth an. Auf jeden Fall erweitert wird die Kinderkrippe "Storchennest", das hat vergangenes Jahr bereits der Gemeinderat abgesegnet. Es wird dabei Platz für zwei neue Gruppen und somit rund 40 Kinder geschaffen. Baubeginn des 1,7 Millionen Euro teuren Projekts ist voraussichtlich im Frühsommer.

Neu gestaltet werden soll 2019 darüber hinaus das Bahnhofsumfeld. Dabei ging Bürgermeister Späth auch auf das Bahnhofsgebäude selbst ein, das die Gemeinde vor einiger Zeit erworben hatte. Das könne man leider noch keiner anderen Nutzung zuführen, da darin das Stellwerk der Bahn die großen Räume belege. Und dieses müsse bis zur Fertigstellung des Rastatter Tunnels auch darin stehenbleiben. Dass es durch die Tunnelhavarie nun zu Verzögerungen komme, sei eine "Kröte, die man schlucken" müsse, bedauerte Späth.

Als er ankündigte, dass Umbau und die Sanierung der Wolf-Eberstein-Halle dieses Jahr starten, gab der Rathauschef zu: "Das habe ich schon viermal gesagt bei vergangenen Neujahrsempfängen." Aus verschiedenen Gründen habe sich das Projekt, das ursprünglich kleiner geplant war, verzögert. Es habe viele Gespräche gegeben und "so gut wie alle Wünsche" der Vereine seien erfüllt worden. Ob man das Vorhaben jedoch ohne Kreditaufnahme schultern könne, sei noch nicht sicher. Späth betonte aber, dass es ein wichtiges und zukunftsfähiges Projekt sei.

Ausnahmsweise blickte der Rathauschef an dem Abend auch zurück, immerhin habe man 2018 mit dem 825-jährigen Bestehen der Gemeinde ein Jubiläum gefeiert. So ließ Späth anhand einer Bilderpräsentation das vergangene Jahr Revue passieren. Eine Einladung sprach Bürgermeister Bodo Oehme aus der Partnergemeinde Schönwalde-Glien aus. Dort blickt man im November auf 30 Jahre Mauerfall. In diesem Zusammenhang warnte der Muggensturmer Rathauschef, dass es nicht selbstverständlich sei, in einem freien demokratischen Staat zu leben und man diese Werte verteidigen müsse.

Ein Höhepunkt des Neujahrsempfangs, den Kinder-, Frauen- und Männerchor des Männergesangvereins Muggensturm unter der Leitung von Beatrice Klagmann und Julia Gaube sowie der Chor "Cantiamo" unter der Leitung von Jonas Wolf musikalisch gestalteten, war die Verleihung der Bürgermedaille. Diese wurde in der 25-jährigen Amtszeit Späths an neun Personen vergeben, einige Preisträger seien aber bereits verstorben. "Umso schöner, dass wir wieder fündig geworden sind", freute sich Späth in seiner Laudatio. Die Medaille überreichte er an Rolf Jägel, der sich nicht nur seit Jahrzehnten im Fußballverein Muggensturm engagiert - unter anderem in der Jugendarbeit -, sondern auch ein besonderes Projekt auf den Weg brachte: Die Gründung der Mannschaft "Die unzähmbaren Löwen", in der Menschen mit Behinderung Fußball spielen.

Urkunden gab es darüber hinaus - wie in Muggensturm beim Neujahrsempfang üblich - für alle Bürger, die 2018 volljährig geworden sind.

Der Neujahrsempfang schloss mit einem knapp neunminütigen Imagefilm der Gemeinde, der alle Facetten des Orts zeigte und vom "Muggensturmer Heimatkind" Anton Jany realisiert wurde. Der Film ist bei Youtube zu sehen. Den Link dazu findet man auf der Homepage der Gemeinde.

www.muggensturm.de

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