Schlagernostalgie aus der "Jukebox"

Schlagernostalgie aus der 'Jukebox'

Von Rainer Wollenschneider

Rastatt - "Mitsingen ist zwingend erforderlich und erwünscht", spornte Chorleiterin Irmgard Löb-Spöhr das Publikum zum Auftakt des Konzerts in der ausverkauften Rauentaler Oberwaldhalle an. "Jukebox ... das waren Zeiten" wurde der nostalgische Schlagerexkurs mit den 70 Sängerinnen und Sängern der "Sängerrunde Rauental" und der "Eintracht Au" überschrieben.





Sängerrunden-Vorsitzende Annette Lang und Team hatten mit viel Liebe zum Detail den Rahmen geschaffen: Aus dem Fundus von Sabine Opolka wurden Dutzende von Vinyl-Schallplatten mit Notenschlüssel drapiert. Außerdem wurde die musikalische Parade von Ohrwürmern aus der Musikbox, in den 50er-Jahren beginnend, von gut 100 Fotos auf der Leinwand aus den Alben der Akteure begleitet, die auch abwechselnd die Moderation übernahmen.

Die Chorleiterin der beiden mit erkennbarem Spaß agierenden Formationen, Irmgard Löb-Spöhr, konnte aus dem Vollen schöpfen, und hatte eine mitreißende musikalische Auswahl getroffen. Garanten für den Erfolg dabei waren die begleitende Band mit Petra Föhr-Floreani am E-Piano, dem Gitarristen Sebastian Ludwig, Fabian Busch am Bass, mit dem Cajon Fabian Busch und Saxofonist Jens Kühn.

Schon beim musikalischen Auftakt mit dem Stimmungssong "Mah Nà Mah Nà" klatschte das Publikum im Rhythmus der Melodie mit. Dann wurde der Kontrast von Frauen- und Männerstimmen genutzt, um bei Manuelas "Schuld war nur der Bossa Nova" sich in die 1960er-Jahre entführen zu lassen. Bei der musikalischen Weltreise der Schlager-Ohrwürmer machte man auch Station im Dschungel Afrikas, indem "The Lion sleeps tonight" zu Gehör gebracht wurde. Volle Frauenpower, kräftig und engagiert, erklang dann bei Marianne Rosenbergs "Er gehört zu mir".

Immer sicherer wurden die beiden Chöre, widmeten sich zur Freude des Publikums "Zwei kleinen Italienern", servierten im Rock'n'Roll-Sound "Sugar, Sugar Baby" von Peter Kraus, um dann mit der "Yellow Submarine" der Beatles abzutauchen. Hier genoss das Publikum eine tolle Inszenierung als "Marinechor" mit Seifenblasen und maritimen Requisiten.

Zum Mitswingen und Mitsingen im zweiten Teil, der gelungen von der Band instrumental mit "Fly me to the Moon" eingeleitet wurde, war dann "Que será, será" und ein gefühlvoll interpretiertes "Island in the Sun". Erkennbar gut kamen "Ohne Krimi geht die Mimi..." und der "Kriminaltango" an, bevor einfühlsam die Elvis-Presley-Ballade "Are you lonesome tonight" folgte. Nach Peter Alexanders "Kleiner Kneipe" wollte man sich mit Bugs Bunnys "Das Publikum war heute wieder wundervoll" verabschieden.

Doch mit stehenden Ovationen und Zurufen forderte dieses Zugaben, wobei das gemeinsam gesungene "Marmor, Stein und Eisen bricht" den passenden Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert setzte. Eine Wiederholung des Jukebox-Konzerts gibt es am 6. April, in der Festhalle Weisenbach.

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