Durmersheim soll einen Rewe bekommen

Durmersheim soll einen Rewe bekommen

Durmersheim (HH) - Anstelle eines Discounters, wie es bisher vorgesehen war, soll sich am südlichen Ortsrand von Durmersheim ein Supermarkt mit Vollsortiment ansiedeln. Der Wechsel des Markttyps ist schon weit gediehen, wie eine Mitteilung der Gemeinde verrät, deren förmliche Bekanntgabe in der Gemeinderatssitzung am kommenden Mittwoch erfolgen wird. Ursprünglich war eine Niederlassung der zum Edeka-Konzern gehörenden Kette "Treff 3000" im Gespräch. Nun soll der Konkurrent Rewe mit einem größeren Vollsortimenter zum Zug kommen.





Vom BT nach den Gründen für diesen Schwenk gefragt, verwies Bürgermeister Andreas Augustin auf eine inzwischen "vollkommen geänderte Situation des Einzelhandels" in der näheren Umgebung. Die ersten Ankündigungen, dass ein Discounter angesiedelt werden soll, liegen viele Jahre zurück. Mittlerweile aber steht in Elchesheim-Illingen ein neuer Edeka-Markt vor der Eröffnung, in Au am Rhein erfolgt übernächste Woche das Richtfest für einen Netto-Markt. In Bietigheim wurde neben dem Edeka ein Drogeriemarkt eröffnet. In Ötigheim sind gleich zwei neue Lebensmittelmärkte in Planung.

Hinzu kommt, dass es die Kette "Treff 3000" bald nicht mehr geben wird. Die meisten Filialen dieses Namens modelt Edeka auf seine andere Discounter-Tochter "Netto" um. Diese wiederum betreibt schon lange einen Markt in der Alten Rathausstraße Bietigheim.

Hätte man für das Vorhaben am Südrand von Durmersheim die Absicht mit "Treff 3000" weiterverfolgt, wäre zwangsweise "Netto" daraus geworden. In weniger als zwei Kilometern Entfernung hätte es dann zwei Geschäfte dieser Marke gegeben.

Augustin gab zu verstehen, dass es diese Gemengelage war, die zum Umdenken führte. Ergänzend teilte er mit, dass es mit "Treff 3000" keine vertraglich fixierte Abmachung gegeben habe, sondern nur einen Beschluss des Gemeinderats.

Wegen der Entwicklung des Marktumfelds habe die Verwaltung dem Gemeinderat empfohlen, Gespräche mit Rewe zu führen. Die Verhandlungen wurden aufgenommen und führten offenbar zum erhofften Resultat. Am 10. April stimmte der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung dem Verkauf des erforderlichen Grundstücks "an den Investor der Firma Rewe" zu, wie es in der eingangs erwähnten Bekanntmachung heißt. Außerdem wurde die Fortschreibung der vor Jahren erstellten GMA-Studie zur Einzelhandelsstruktur und des Immissionsgutachtens beauftragt.

Wie Augustin auf Nachfrage ausführte, wird das Unternehmen einen Einkaufsmarkt als Vollsortimenter mit 1 400 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten. Um die benötigte Fläche bereitstellen zu können, sei eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Nach einem Zeitplan gefragt, hielt Augustin einen Baubeginn im "späten Winter" dieses Jahres oder im nächsten Frühjahr für denkbar.

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