Murgdamm: Stadt bringt nächsten Abschnitt in Schuss

Murgdamm: Stadt bringt nächsten Abschnitt in Schuss

Rastatt (ema) - Die Stadtverwaltung sieht aus Sicherheitsgründen auf den Murgdämmen weiter "dringenden Handlungsbedarf". Im Rathaus will man deshalb nicht abwarten, bis die erforderliche Verbesserung des Hochwasserschutzes mit dem Regierungspräsidium (RP) abgestimmt ist, sondern umgehend einen weiteren Wegabschnitt ertüchtigen. Alles andere wäre "fahrlässig", so die Botschaft.

Der Gemeinderat befürwortete den Vorschlag, die Schäden auf dem Weg zwischen Gedenkstein und Rheinauer Brücke zu beseitigen. Kosten: rund 127 000 Euro. Es wäre der mittlerweile fünfte Bauabschnitt ab der Franzbrücke. Im Zuge der jetzt beschlossenen Sanierung soll dann auch der Verbindungsweg von der Kinkelstraße zur Steinmauerner Straße so ausgebaut werden, dass auch Fahrradfahrern die Durchfahrt über die Grünanlage am Gedenkstein gestattet ist. Geplant ist, den Weg auf dem Murgdamm zu verbreitern und Höhenunterschiede auszugleichen. Außerdem sollen Sitzbänke und Mülleimer ertüchtigt und gegebenenfalls an passenden Standorten ergänzt werden. Als Prüfauftrag hat die Verwaltung die Anregung der AfD mitgenommen, auch den Abschnitt ab Rheinauer Brücke entlang der Kleingartenanlage ins Auge zu fassen.

Der Fachbereichsleiter Bauen und Verkehr, Markus Fraß, ließ am Ratstisch durchblicken, dass die Ertüchtigung der Dämme zum Hochwasserschutz frühestens wohl in drei bis fünf Jahren beginne. Nach den jüngsten Erfahrungen zweier Hochwasser in Verbindung mit dem Hochwasser-schutz und Ökologieprojekt (HÖP) habe man die Planung noch mal aktualisiert. Offen ist noch, ob man einen 15-prozentigen Klimafaktor einrechnet. OB Hans Jürgen Pütsch berichtete aus einem Gespräch mit Regierungspräsidentin Sylvia Felder, wonach diese Entscheidung bei der Stadt liege. Das RP würde die Mehrkosten mittragen. Die finanziellen Lasten beim technischen Hochwasserschutz tragen das Land (70 Prozent) und die Stadt (30 Prozent).

Fraß rechnet damit, dass bis Ende 2019 mit dem RP Festlegungen getroffen werden. Man werde wohl links der Murg beginnen, weil dortige Bereiche noch als Überschwemmungsgebiete ausgewiesen seien.

Der OB deutete am Ratstisch an, dass im Zuge des Hochwasserschutzes wohl noch mancher Strauß ausgefochten werden muss. So werden Entscheidungen zum Baumbestand fällig und zum Belag auf dem Damm. Bei der jetzigen Sanierung greift die Stadt zu Asphalt; das RP könnte später aber zum Missfallen von Radfahrern zu Schotter neigen.

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