Neue DRK-Rettungswache in Containern

Neue DRK-Rettungswache in Containern

Durmersheim (HH) - Neben der Malscher Straße, beim Gewerbegebiet, soll eine neue DRK-Rettungswache entstehen. Als Platz dafür ist der Grünstreifen vorgesehen, auf dem zeitweilig Bürocontainer von Baufirmen standen. Die schmale lang gezogene Fläche an der Zufahrt zum Gewerbegebiet wird als ausreichend betrachtet, weil die Rettungswache ebenfalls aus Containern bestehen soll. Am Mittwoch wurde das Vorhaben im Gemeinderat vorgestellt, der es für gut befand.


Wie Bürgermeister Andreas Augustin berichtete, seien in dieser Angelegenheit schon vor einem Jahr erste Gespräche geführt worden. Die derzeitige Unterkunft des Rettungsdiensts im ehemaligen Schulhaus in der Auer Straße in Würmersheim erfülle schon lange nicht mehr die Vorschriften für solche Stützpunkte, erklärte Felix Brenneisen, Vorstand des DRK-Kreisverbands Bühl-Achern, der seit Anfang des Jahres für das Rettungswesen des Roten Kreuzes in ganz Mittelbaden zuständig ist. Die Bedeutung der Stationierung am nördlichen Rand des Gebiets untermauerte er mit einer Zahl aus der Statistik. 2018 seien von Durmersheim aus rund 2 500 Fahrten erfolgt.

Über den Standortvorschlag der Gemeinde sei man erfreut, zeigte sich Brenneisen zufrieden. Man hoffe, das Projekt zügig realisieren zu können. In Baden-Württemberg seien bereits einige Rettungswachen mit Containermodulen gebaut worden. Sie entsprächen allen Anforderungen an eine moderne Ausstattung und ließen sich auch äußerlich ansprechend gestalten. Augustin ergänzte dazu, dass eine mit Holz verkleidete Lösung geplant sei, die für eine Dauer von 15 bis 20 Jahren Bestand haben solle.

In Abklärung mit Behörden sei die Machbarkeit an der ausgesuchten Stelle bestätigt worden. Die Fläche gehört zum Bebauungsplan der Bahnunterführung, sie müsste als Baufenster ausgewiesen werden. Aus diesem Grund sei eine Änderung des Planwerks erforderlich, die im beschleunigten Verfahren bewerkstelligt werden solle.

Wie eine Nachfrage von Werner Hermann (SPD) ergab, sind neben dem Container nur eine Garage und ein Stellplatz vorgesehen. Laut Brenneisen deckt sich dies mit den Maßgaben für eine 24-Stunden-Wache, wie es hier der Fall sein werde. "Passt genau hin", begrüßte der CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Schorpp (CDU) die Planung, auch wenn die ursprünglich angedachte Angliederung der DRK-Präsenz ans künftige Feuerwehrgerätehaus im Tiefgestade schön gewesen wäre. Man sei froh, wenn durch die Alternative an der Malscher Straße die Rettungswache in Durmersheim bleiben könne.

Andreas Haselbach (SPD) hielt das Feuerwehrgerätehaus in Würmersheim nach Auszug der Floriansjünger für geeignet. An diesen Räumlichkeiten habe der DRK-Ortsverein Hardt Interesse bekundet, berichtete Augustin. Die Planung des neuen Feuerwehrdomizils dauere zu lange, hatte der Bürgermeister zu Beginn der Beratung die Dringlichkeit in Sachen Rettungswache betont.

Rolf Enderle (BuG) zeigte sich über die Standortwahl überrascht, befand sie wegen der Verkehrsanbindung aber für "sehr gut". Frank Möhrle (FWG) fragte nach den Auswirkungen auf Versorgungsleitungen im fragli chen Bereich und nach Ausgleichsmaßnahmen, die man für die Belegung der Grünfläche möglicherweise erbringen müsse und nach den Kosten, die dafür anfallen würden.

Bürgermeister Augustin zufolge gebe es bei einem Abwasserkanal ohnehin Handlungsbedarf. Über Kosten, etwa für Infrastruktur, habe man sich noch nicht unterhalten. Er wäre bereit, dem DRK in dieser Frage entgegenzukommen, um die Rettungswache in der Gemeinde zu halten, gab sich das Ortsoberhaupt karitativ. Das Ratsgremium stimmte der Einleitung der Bebauungsplanänderung einhellig zu.

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