OB wittert Gefahr am Brunnen

OB wittert Gefahr am Brunnen

Rastatt (ema) - Gerade erst hat Rastatt die umgestaltete obere Kaiserstraße gefeiert, da werden die Planer schon wieder vom Alltag eingeholt. In die Freude über den neuen Platz mischte sich bei Passanten am Wochenende die Sorge, dass es am künftigen Brunnen direkt an der Kapellenstraße zu brenzligen Situationen kommen könnte. Eine Einschätzung, die OB Hans Jürgen Pütsch teilt.

"Da muss eine Absicherung hin", gibt Stadt-Pressesprecherin Heike Dießelberg die Auffassung des Rathaus-Chefs wieder, nachdem sich der OB vergangene Woche ein Bild von der Baustelle gemacht hatte. Direkt am Eingang der Kaiserstraße ist ein Brunnen geplant. Aus Sicht der Planer bestehe "kein Anlass zur Sorge", zitiert Dießelberg die Einschätzung der "Experten". Grund: Entlang der Kapellenstraße ist eine Sandstein-Beckenumrandung geplant, die 70 Zentimeter über die Wasserfläche hinausragt und abgeschrägt ist. Jetzt will man zunächst beobachten, ob diese Konstruktion für genug Sicherheit, vor allem für spielende Kinder, sorgt.

Wann der Brunnen am Eingang der Kaiserstraße sowie dass Wasserbecken rund um den Bernhardusbrunnen fertig werden, ist noch offen. Die Verzögerung trat ein, weil die französische Firma, die die Sandstein-Einfassungen liefert, Pleite gegangen ist (wir berichteten). Die Stadtverwaltung will jetzt mit dem Insolvenzverwalter Kontakt aufnehmen. Letzter Kenntnisstand war, dass die Firma den Auftrag für Rastatt noch ausführen kann.

Auf der Zu-tun-Liste stehen laut Verwaltung noch Markierungsarbeiten in der Kapellenstraße, Arbeiten an den Bushaltestellen in der oberen Kaiserstraße sowie die Installation einer zunächst provisorischen Ampel in der Kapellenstraße. Die leidet jedoch an dem Manko, dass man von der Badener Brücke kommend noch nicht nach links in die Kaiserstraße abbiegen kann. Autofahrer müssen vorerst über Herren- und Rappenstraße in die neue Edelmeile fahren. Im Rathaus rechnet man damit, dass innerhalb der nächsten 14 Tage der Verkehr freigegeben wird.

Den Plan, die Umgestaltung der Rappenstraße als letzte Etappe des Großprojekts nahtlos anzupacken, hat die Verwaltung verworfen. "Frühestens 2021" werde man dort tätig, sagt Dießelberg. Die aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangene Lösung sah vor, in der Mitte der Rappenstraße schräge Parkplätze anzuordnen, eingerahmt von beiden Fahrbahnen. Dies würde auf Kosten der Außengastronomie gehen. Laut Verwaltung ist die Planung noch nicht konkretisiert worden.

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