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Jetzt fehlt nur noch der Titel
Jaaaaaa! 30 Jahre nach dem Aufstieg mit den Männern des SR Yburg hat Arnold Manz (rechts) auch die Frauen der Rebland-SG in die dritte Liga geführt.  Foto: toto
30.04.2018 - 00:00 Uhr
Von Wolfram Braxmaier

In der Halle 2 der Südbadischen Sportschule Steinbach ging gestern am späten Nachmittag für Arnold Manz ein ganz besonderer Herzenswunsch in Erfüllung. Genau 30 Jahre sind es jetzt her, seit Manz als Spielertrainer mit dem SR Yburg Steinbach in die Regionalliga Süd - damals die dritte Liga - aufgestiegen ist, jetzt schaffte er dieses Kunststück als sportlicher Leiter und Trainer mit den Frauen der SG Steinbach/Kappelwindeck, die die HSG Mannheim mit dem 41:22 (22:12) geradezu aus der Halle fegten.

Unter den Augen der damaligen Meisterspieler, die allesamt begeistert waren, spielte die Rebland-SG das Team aus der Quadratstadt regelrecht an die Wand und schaffte so den Aufstieg in die dritte Bundesligaliga Süd. Wie der TVS Baden-Baden, der nach einem Grillfest bei Markus Koch das SG-Team mit Pauken und Trompeten anfeuerte, können aber die Rebländerinnen dieser Supersaison noch die Krone aufsetzen: Wird am nächsten Sonntag im letzten Saisonspiel auch gegen die SG Heidelsheim/Helmsheim gewonnen, dann ist der neue Tabellenführer wie der TVS auch Meister der Oberliga Baden-Württemberg, denn die TG Pforzheim verlor gestern in Heiningen.

Manz: "Ich bin stolz auf diese Mannschaft"

"Ich bin stolz auf diese Mannschaft, die heute auch spielerisch voll überzeugt hat. Dieses Spiel war eine Demonstration unserer Stärke, war eine Werbung für die Spiele in der dritten Liga", strahlte Arnold Manz und fügte hinzu: "Mehr geht eigentlich nicht, Wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören." Doch Handball in Steinbach ohne Arnold Manz, das ist einfach nicht vorstellbar. Und so richtig ernst gemeint waren die Worte des Urgesteins sicherlich nicht.

Wie sein sportlicher Leiter war auch Trainer Kevin Bauer voll des Lobes angesichts der tollen Leistung seiner Mädels: "Wir sind heute mit der besten Saisonleistung aufgestiegen. Man hat deutlich gemerkt, dass die Spielerinnen richtig Bock hatten, heute den Aufstieg perfekt zu machen. Der Lastminute-Sieg in Strohgäu hat sie noch einmal so richtig angestachelt."

Tatsächlich legte die Rebland-SG los wie die Feuerwehr. Die offensive und sehr bewegliche Abwehr stand wie eine eins, die Torhüterinnen Miriam Federau und Tina Tessari präsentierten sich in überragender Form und fast jede Balleroberung wurde zum Gegenstoß genutzt. Und im Abschluss schossen die Gastgeberinnen nur ganz selten Fahrkarten.

Die Mannheimerinnen wussten jedenfalls nicht, was mit ihnen geschah. Nach 22 Minuten nahm Trainer Peter Jano die erste Auszeit, da stand es bereits 15:6. Sekunden später führte die SG durch Laetitia Quist erstmals mit zehn Toren (16:6). Beim 20:10 (27.) nahm die HSG die nächste Auszeit, doch es half nichts, die SG war nicht zu bremsen und führte zur Pause mit 22:12.

Auch nach dem Wechsel kannte die Rebland-SG kein Mitleid, brannte weiter ein Feuerwerk von gelungenen Aktionen ab. Mannheim taumelte einem Debakel entgegen, denn auch die dritte Torhüterin (Sarah Kral) stand gegen diese geballte Angriffslust auf verlorenem Posten. In der 50. Minute betrug er Abstand erstmals zwanzig Tore, 37:17 stand es da, die Mannheimer Demütigung war perfekt.

Indes bastelt Arnold Manz am Kader für die dritte Liga: Als erster Neuzugang steht Sarina Müller fest, die vom Drittligisten SV Allensbach ins Rebland wechselt.

SG Steinbach/Kappelwindeck: Federau, Tessari (ab 50.) - Hodapp, Quist 9, Droll 2, Manz 2, Aliu 8, Falk 7, Hildebrand 9/6, Baier 2, Daul, Gerspach, Keller, Elies 2.

HSG Mannheim: Gudenau, Little (19.), Kral (45.) - Schützdeller 4/2, Ringler 3, Schalk, Fink 2, Trummer 1, Edelmann 1, Wild 1, Vreden 6, Goldmann 3/1, Lorenz 1.

Schiedsrichter: Nicolas Jaros/Felix Thrun (SG Lauterstein) - Zuschauer: 500 - Zeitstrafen: 2 / 2.

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