Vorfreude trotz negativer Bilanz
Mann mit Relegationserfahrung: Torwart Dirk Orlishausen, der den KSC im Sommer verlässt, war schon gegen Jahn Regensburg und den Hamburger SV dabei.  Foto: GES
17.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Frank Ketterer

Es sind zweifelsohne die wichtigsten Spiele des Karlsruher SC in dieser Saison, schließlich geht es um nichts anderes als den Aufstieg in die Zweite Liga. Morgen (18.15 Uhr/ZDF) und kommenden Dienstag (18.15 Uhr/ZDF) spielt der Drittliga-Dritte aus Baden gegen den Zweitliga-Drittletzten FC Erzgebirge Aue um diesen. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Relegations-Krimi gibt es hier.

Wie ist die personelle Situation beim Karlsruher SC vor dem morgigen Relegations-Hinspiel?

Prima. "Ich kann aus dem Vollen schöpfen", sagte Trainer Alois Schwartz gestern jedenfalls. Auch Rechtsverteidiger Matthias Baader hat seine Knieprobleme überwunden und könnte, wie schon gegen Carl Zeiss Jena, zumindest als Joker zum Zug kommen.

Wie ist der Gegner, also Erzgebirge Aue, einzuschätzen?

Stark, aber nicht zu stark. "Die spielen einen guten Ball", lobte Coach Schwartz vor allem die fußballerischen Fähigkeiten der Sachsen. Zeugnis dessen sind die 40 Punkte, die Aue in Liga zwei gesammelt hat, ein Wert, der in den zurückliegenden Jahren locker für den Klassenerhalt gereicht hätte. "Die haben aber auch Schwächen, sonst wären sie nicht Drittletzter geworden", stellte dennoch Innenverteidiger Daniel Gordon fest, verbunden mit dem Hinweis. "Diese Schwächen wollen wir ausnutzen."

Wie ist die bisherige Bilanz des KSC gegen Aue?

Nicht besonders gut. Acht von 18 Aufeinandertreffen gewann Aue, nur fünf der KSC.

Und wie sieht es mit der Relegations-Bilanz der Badener aus?

Noch mieser. Die Stichworte dazu lauten Jahn Regensburg und Hamburger SV. Gegen den damaligen Drittligisten Regensburg stieg der KSC 2012 nach einem 1:1 im Hinspiel sowie einem 2:2 im heimischen Wildpark in die 3. Liga ab. Gegen den HSV verpasste er drei Jahre später mit einem 1:1 in Hamburg sowie einem 1:2 im Rückspiel in der Verlängerung den Aufstieg in die Bundesliga. Immerhin: In der regulären Spielzeit, also über 90 Minuten, hat der KSC noch keine Relegationspartie verloren.

Gibt es einen Spieler aus dem aktuellen Kader, der beide Relegationen mitgemacht hat?

Ja. Torhüter Dirk Orlishausen, der den KSC in Richtung Hansa Rostock verlassen wird (siehe Text auf dieser Seite).

Wer ist diesmal Favorit?

Das ist schwer zu sagen. Gefühlsmäßig ist es wohl eher der Zweitligist, also Aue. Die Statistik spricht allerdings deutlich für den Drittligisten, der in sieben der bislang neun Relegationsfälle gewonnen hat. Warum dem so ist, hat Sportdirektor Oliver Kreuzer gestern zu erklären versucht: "Als Zweitligist hast du viel mehr zu verlieren. Das erzeugt Druck und negative Gedanken."

Wie ist denn die Stimmung beim KSC?

Annähernd blendend. "Wir freuen uns auf die Partie", hat Innenverteidiger Gordon gestern gesagt. Und angesichts des ausverkauften Stadions prophezeit: "Der Wildpark wird brennen."

Wer wird die Partie leiten?

Der DFB hat Sascha Stegemann als Schiedsrichter fürs Hinspiel angesetzt. Ihm als Assistenten zur Seite stehen Mike Pickel und Christian Gittelmann. Außerdem können die Unparteiischen auf Videobeweis und Torkamera zurückgreifen, die extra für die Relegation im Wildpark installiert wurden. Vor einer leichten Aufgabe steht Stegemann nach der Auer "Vorgeschichte" in Darmstadt und dem vom DFB abgelehnten Widerspruch (siehe "Zum Thema") nicht. "Ich hoffe, dass es nicht zu irgendwelchen Konzessionsentscheidungen kommt", sagt KSC-Coach Schwartz.

Welchen Karlsruhern droht eine Gelbsperre im Rückspiel?

David Pisot, Marvin Wanitzek sowie Florent Muslija droht die fünfte gelbe Karte und damit am Dienstag in Aue die Zuschauerrolle. Wobei der Drittligist was die Anzahl der Karten anbelangt, die es für eine Sperre braucht, benachteiligt ist, wie Trainer Schwartz gestern anmerkte, schließlich hat der KSC 38 Saisonspiele hinter sich, Aue hingegen nur 34.

Gibt es ein KSC-Wunschergebnis fürs Hinspiel?

Zumindest Oliver Kreuzer hat eines: "Zu Hause kein Gegentor. Der Rest ist mir egal."

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