http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Froome droht Spießrutenlauf
07.07.2018 - 00:00 Uhr
Marcel Kittel und Andre Greipel sprinten um den Auftakt in Gelb, Christopher Froome muss auf dem Weg zum fünften Gesamtsieg eine aufgeheizte Stimmung bei den Fans und Attacken von prominenten Rivalen überstehen: Die Tour de France verspricht in ihrer 105. Auflage jede Menge Brisanz und Spannung - der Ausgang des wichtigsten Radrennens der Welt ist offen wie lange nicht mehr.

Kaum vorhersehbar ist schon der Verlauf des Grand Depart heute in der Vendee. Die erste von 21 Etappen, die heute über 201 Kilometer von Noirmoutier-en-l'Ile nach Fontenay-le-Comte führt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Massensprint enden. Der erste Träger des Gelben Trikots der diesjährigen Tour wird einer der schnellsten Fahrer im Feld sein.

Marcel Kittel ist einer von ihnen. Der 30-Jährige ist mit 14 Etappensiegen deutscher Rekordhalter, im Vorjahr gewann er fünf Tagesabschnitte, auch das Maillot jaune trug er nach den Auftaktsiegen in den Jahren 2013 und 2014 bereits. "Natürlich ist es mein Ziel, die erste Etappe zu gewinnen und das Gelbe Trikot zu holen", sagte Kittel. In Euphorie verfällt der Sprint-Star vom Team Katusha-Alpecin aber nicht. Die Premierensaison in seinem neuen Team verlief enttäuschend, nur zwei Etappensiege stehen bislang auf der Habenseite. "Ich bin nicht der Top-Favorit in den Sprints", sagte Kittel deshalb.

Ähnlich hinter den Erwartungen zurück blieb im Jahr 2018 Lotto-Soudal-Profi Andre Greipel. Der zweite deutsche Top-Sprinter, der im Frühjahr verletzungsbedingt ausfiel, hat sich dennoch viel vorgenommen. "Etappensiege sind das Ziel. Die Form ist gut", sagte Greipel, der anders als Kittel noch nie in den Genuss eines Tages in Gelb gekommen ist.

Die Konkurrenz im Sprintlager ist allerdings groß. Neben Kittel und Greipel kämpft eine Vielzahl von Top-Fahrern um Etappenerfolge. Dazu zählen neben Routinier Mark Cavendish (Großbritannien) oder Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) vom deutschen Team Bora-hansgrohe auch die "jungen Wilden" Fernando Gaviria (Kolumbien) und Dylan Groenewegen (Niederlande). Auch John Degenkolb (Gera) will vorne mitmischen und sich nach sechs zweiten Plätzen endlich den Traum vom ersten Tour-Etappensieg erfüllen.

Mit Tageserfolgen geben sich Froome und die weiteren Klassementfahrer nicht zufrieden. Sie alle eint das große Ziel: Am Sonntag in drei Wochen nach 3351 zehrenden Rennkilometern als strahlender Sieger auf dem Podium auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées zu stehen.

Froome ist dies in vier der vergangenen fünf Jahre gelungen. Dass der historische fünfte Gesamtsieg und vierte Grand-Tour-Erfolg nacheinander folgt, ist längst nicht so selbstverständlich wie zuletzt. Inwieweit der Brite in der Lage ist, nach dem Sieg beim Giro d'Italia im Mai die mentalen und körperlichen Belastungen einer dreiwöchigen Rundfahrt erneut wegzustecken, bleibt abzuwarten.

Zudem belasten den 33 Jahre alten Sky-Kapitän die Nachwirkungen seiner Asthmamittel-Affäre - trotz Freispruch durch den Weltverband UCI. Als Froome am Donnerstag bei der offiziellen Teampräsentation auf die Bühne rollte, buhten und pfiffen die französischen Fans. Die lautstarken Unmutsbekundungen dürften nur ein leichter Vorgeschmack auf das gewesen sein, was den in der Grande Nation unpopulären Froome in den Bergen erwartet.

Froome, der die Tour 2018 als "größte Herausforderung meinen Lebens" bezeichnet, wandte sich in einem Offenen Brief in der Zeitung Le Monde an das Publikum. "Ich weiß, dass die französische Öffentlichkeit fair ist", schrieb er.

Dessen ungeachtet: Froome ist angreifbar, die Chance auf den Sturz des Tour-Königs so groß wie lange nicht mehr. Die Rivalen um seinen einstigen Edelhelfer Richie Porte (Australien) und Romain Bardet (Frankreich) werden Froome genau beobachten. (sid)

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Berlin
--mediatextglobal-- Der vierfache Tour-Sieger Christopher Froome ist in Champagnerlaune: ´Ich bin sehr zufrieden, dass die UCI mich entlastet hat´.  Foto: dpa

03.07.2018
Verfahren gegen Froome eingestellt
Berlin (sid) - Der Radsport-Weltverband UCI hat die Asthmamittel-Affäre um Christopher Froome mit einem Freispruch für den vierfachen Tour-Sieger für beendet erklärt. Der Brite (Foto: dpa) fiebert nun dem Start bei der Frankreich-Rundfahrt am Samstag entgegen. »-Mehr
Mallorca
--mediatextglobal-- ´Diesen Tag werde ich nie vergessen´: Auf Mallorca bejubelt die 30-jährige Tatjana Maria ihren ersten Turniersieg auf der WTA-Tour. Foto: dpa

26.06.2018
Tatjana Maria mit Premierensieg
Mallorca (red) - Gleich, nachdem sie den Matchball im Finale von Mallorca verwandelt hatte, stürmte Tatjana Maria freudestrahlend in Richtung Zuschauer-Tribüne. Die Sieger-Küsschen von Töchterchen Charlotte und Ehemann Charles Edouard versüßten ihr den Moment (Foto: dpa). »-Mehr
Stuttgart
--mediatextglobal-- ´Es ist ein wunderbares Gefühl, ich habe hart gekämpft´: Rasenspezialist Roger Federer verbucht in der Schwabenmetropole seinen 98. Turniererfolg. Foto: AFP

18.06.2018
Federer gewinnt in Stuttgart
Stuttgart (dpa) - Seine famose Rückkehr an die Weltranglistenspitze hat Tennis-Star Roger Federer mit seinem Premieren-Titel in Stuttgart gekrönt. Mit dem verdienten 6:4, 7:6 (7:3) gegen den früheren Wimbledonfinalisten Milos Raonic gelang dem Schweizer ein optimales Comeback (Foto: AFP). »-Mehr
Moskau
Gejagt wie nie

16.06.2018
DFB-Team: Gejagt wie nie
Moskau (red) - Das DFB-Team startet am Sonntag bei der Fußball-WM in Russland gegen Mexiko das Unternehmen Titelverteidigung. "Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg", sagte Löw. Ob Mesut Özil in der Startelf steht, ließ der Bundestrainer noch offen (Foto: dpa). »-Mehr
Muggensturm
--mediatextglobal-- ´King Kara´ beweist einmal mehr sein geniales Händchen: Aleksandar Karakasevic lässt den deutschen Assen Ruwen Filus und Kilian Ort in Muggensturm keine Chance.  Foto: Vetter

12.06.2018
"King Kara" holt sich den Pokal
Muggensturm (ham) - Das Finale der Champions Tour beim TTC Muggensturm konnte Aleksandar Karakasevic souverän für sich behaupten. Trotz einiger Jährchen mehr auf dem Rücken ließ er den deutschen Tischtennis-Assen Ruwen Filus und Kilian Ort keine Chance (Foto: Vetter). »-Mehr
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die Bundesbürger sind einer aktuellen Umfrage zufolge mehrheitlich dafür, die Sommerzeit dauerhaft einzuführen. Sie auch?

Ja.
Ich bin für die Winterzeit.
Die Zeitumstellung soll bleiben.
Ist mir egal.


http://www.karlsruhe.ihk.de/handelsregister
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1