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Wintersdorf wechselt in Südstaffel
Volles Haus in der Bad Rotenfelser Festhalle: 69 von 73 Vereinen sind auf dem Bezirkstag vertreten.  Foto: Margull
09.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Moritz Hirn

Dieter Klein machte einen gelösten Eindruck. Am Samstagmittag gegen 12.20 Uhr huschte dem Vorsitzenden des Bezirks Baden-Baden in der Bad Rotenfelser Festhalle gar ein kurzes, zufriedenes Lächeln über die Lippen. Kein Wunder, schließlich war der diesjährige Fußball-Bezirkstag aus Sicht des Funktionärs aus Lichtenau "eine gelungene Sache". Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Doch während im Vorjahr in Gamshurst bei der Diskussion über die Staffeleinteilung verbale Grätschen ausgepackt wurden, erfolgte nun nach überaus friedlichen zwei Stunden und vier Minuten der Abpfiff.

Weder Dr. Reinhold Brandt, Vizepräsident des Südbadischen Fußballverbands, noch Reiner Dehmelt mussten als Ehrengäste schlichtend eingreifen. Dabei hätte der Hügelsheimer Bürgermeister, der in Vertretung für Schiedsrichterobmann Bernhard Zerr anwesend war, als ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter bestimmt Gelbe und Rote Karten am (23.) Mann gehabt. Nach Grußworten von Gerd Pfrommer, der als Vorsitzender des Gaggenauer Sportausschusses einen "Werbeblock" für den Bad-Stadtteil Rotenfels einschob, und Manuel Hedwig, Jugendleiter des gastgebenden FVR, begann ein - angebrachter - Ehrungsmarathon (siehe Text auf dieser Seite). Im Anschluss an die einstimmige Entlastung des Bezirksfußball-Ausschusses (BFA) ging es an die Details der stets mit Interesse beäugten Staffeleinteilung.

Den neuen Modus in den Kreisligen B4 und B5 hatte der BFA ja schon bei der Halbjahrestagung Anfang März erfolgreich abgearbeitet (siehe "Splitter"), deshalb sorgte lediglich das Ansinnen des SC Wintersdorf für so etwas wie Spannung. Der Verein war ursprünglich als eine von zwölf Mannschaften in die Kreisliga B4 eingeteilt worden, wollte aber lieber in die B5 gruppiert werden. Viktor Loghin begründete den fristgereicht eingereichten Antrag: Der Verein habe in den vergangenen Jahren erfolgreich zahlreiche Flüchtlinge integriert, von denen die meisten im Raum Baden-Baden sowie zwischen der Kurstadt und Bühl wohnen. Das habe zu einem erheblichen logistischen Aufwand samt großen Umwegen gesorgt, wenn es darum ging, die Flüchtlinge für Auswärtsspiele im Norden des Bezirks abzuholen. Mit der Einteilung in die Südstaffel könnte man die Spieler auf dem Weg zum Gegner "besser einsammeln", erläuterte SCW-Vorsitzender Loghin: "Das würde uns die Arbeit sehr erleichtern!"

Klein gab zu bedenken, dass mit dem Wechsel der ersten Mannschaft in die B5, die Wintersdorfer Zweite von der Kreisliga C1 in die C2 wechseln müsse. Mit der Folge, dass in der Südstaffel neun, im Norden nur sieben Teams auf Torejagd gehen könnten. Für die Versammlung war dies offenbar kein Problem, 61 von 69 anwesenden Vereinen - der SV Oberachern, FC Illingen, SV Obersasbach und Türkiyemspor Selbach hatten keinen Vertreter geschickt - votierten für den Wintersdorfer Wechsel in den Süden.

Auch der SV Waldprechtsweier hatte einen Antrag eingerecht, dabei allerdings die Frist um einen Tag verpasst. Bezirksboss Klein ließ die Abstimmung über eine Aufnahme des "Norweger Modells" (Wettbewerb mit flexibler Spielerzahl) im Männerbereich in die Satzung dennoch zu. Endgültig hätte darüber dann der nächste Verbandstag 2019 entscheiden müssen. Doch dazu kam es nicht: Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Sascha Meier vom Badischen Sportbund (BSB) informierte die Vereinsvertreter über den Freiwilligendienst im Sport, ehe Vito Voncina, stellvertretender Bezirksvorsitzender, aufs Feld ging und über die Einführung des digitalen Spielerpasses referierte. Nachdem das herkömmliche Papier-Dokument schon in der vergangenen Saison ab der Landesliga aufwärts ausgedient hatte (Voncina: "Das funktioniert gut"), soll die elektronische Version auch auf Bezirksebene "für Erleichterung" sorgen - zumindest mittel- und langfristig. Ab der Rückrunde 2018/19 soll die Überprüfung der Spielberichtigung in erster Linie online erfolgen. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun - sowohl für den Bezirk, der im November in einem Workshop eingehender informieren will, vor allem aber für die Vereine, die zunächst Bilder all ihrer Akteure ins Netz hochladen müssen.

Der digitale Spielerpass dürfte in den kommenden Monaten für die ein oder andere Diskussion sorgen. Und die dürften dann auch beim nächsten Bezirkstag in Iffezheim wieder länger werden. Dann stehen nämlich auch wieder Wahlen auf dem Programm.

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