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Offensive gewinnt doch Titel
Das Tor zum Aufstieg: SVB-Goalgetter Sven Baumann erzielt im Spitzenspiel gegen Rauental das erlösende 2:0. Foto: fuv/av
26.07.2018 - 00:00 Uhr
Von Christian Rapp

Ein altes und durchaus weises Sprichwort besagt: "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften." Die Fußballer des SV Germania Bietigheim können über diesen Ausspruch nur müde lächeln. Schließlich feierte der SVB in der Kreisliga B, Staffel 4 ein Schützenfest nach dem anderen und ballerte sich zur Meisterschaft und zum damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga A, Staffel Nord.

Dabei machten es die Germanen unnötig spannend. Nach einem holprigen Saisonstart schalteten die Mannen von Spielertrainer Christian Arns mehrere Gänge nach oben, übernahmen am vierten Spieltag die Tabellenführung, nur um diese am drittletzten Spieltag an den hartnäckigen Verfolger FV Rauental zu verlieren. "Ausgerechnet kurz vor dem Spitzenspiel hatten wir eine kleine Schwächephase. Zum Glück hatten wir sofort die Chance auf Wiedergutmachung und haben in die Spur zurückgefunden", sagt Arns rückblickend. Schließlich folgte bereits eine Woche später der ultimative Showdown: Der SVB empfing den FVR, der zwar drei Punkte Vorsprung, aber das deutlich schlechtere Torverhältnis hatte, zum Spitzenspiel. Und die Germanen taten das, was sie nun mal am besten können - sie spielten bedingungslos auf Sieg. Mit Erfolg. Zunächst traf Arns kurz nach der Pause zur erlösenden Führung, Routinier und Goalgetter Sven Baumann machte mit dem 2:0 in der Schlussphase den Deckel auf den Sieg und schließlich auch auf die Meisterschaft. Das letzte Saisonspiel beim Tabellenletzten SC Baden-Baden verkam somit nur noch zur lockeren Pflichtaufgabe.

"Offensiv haben wir schon eine bärenstarke Runde gespielt. Jedoch kann man so ein System nur spielen, wenn man die Stürmer dafür hat", sagt Arns und legt nach: "Und die haben wir in unseren Reihen. Aber im entscheidenden Spiel gegen Rauental haben wir auch gezeigt, dass wir in der Defensive sicher stehen können. Da haben wir kaum was zugelassen."

Nichtsdestotrotz war die Abteilung Attacke das Prunkstück der Germanen. 120 Volltreffer landeten in den gegnerischen Tornetzen - bei 26 Spielen. Macht summasummarum 4,6 Tore pro Spiel. Bei drei Begegnungen trafen die Germanen gar zweistellig (12:0 gegen Illingen, 12:1 gegen Türkiyemspor Selbach, 10:2 gegen RSC/DJK). Großen Anteil daran hat vor allem ein Trio, das Erinnerungen an das "magische Dreieck" des VfB Stuttgart in den 90er Jahren weckt, welches die Gegner vor unlösbare Probleme stellte und die eigenen Fans mit Hochgeschwindigkeits-Kombinationen verzückte. Was Krassimir Balakov, Fredi Bobic und Giovanne Elber für die Schwaben waren, waren Arns (40 Tore), Sven Baumann (31) und Julian Rittler (19) für den SVB. Das Trio zeichnete für 75 Prozent aller Tore verantwortlich.

In der kommenden Saison wird aus dem "magischen Dreieck" jedoch nur noch ein "dynamisches Duo" - Routinier Baumann wechselte zum Landesliga-Aufsteiger FV Würmersheim. Für Arns kein Grund, an der Ausrichtung zu zweifeln: "Wir werden auch eine Liga höher versuchen, nach vorne zu spielen." Oberstes Ziel sei für einen Aufsteiger natürlich der Klassenerhalt. Dafür habe man mit den zehn Neuzugängen die Kaderbreite vergrößert. "Der Konkurrenzkampf wird sicher etwas größer werden. Den brauchen wir aber auch, um in der A-Klasse zu bestehen, da sie sehr ausgeglichen ist", meint Arns.

Um in der Kreisliga A möglichst weit von den Abstiegsrängen entfernt zu sein, kann sich Christian Arns ja an einem weiteren Sprichwort orientieren, das da lautet: "Angriff ist die beste Verteidigung."

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