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Hausdings Serie hält
11.08.2018 - 00:00 Uhr
Als Patrick Hausding sein persönliches Waterloo im letzten Moment abgewendet hatte, atmete Deutschlands bester Wasserspringer erleichtert auf. Mit Bronze im Synchronspringen vom 3-m-Brett mit seinem Partner Lars Rüdiger gewann der Rekord-Europameister auch bei seiner elften EM eine Medaille. Der körperlich und mental angeschlagene Hausding machte seinem Ruf als "Kampfschwein" wieder alle Ehre.

"Diese Medaille hat einen großen emotionalen Wert, weil die Wettkämpfe vorher unterirdisch für mich gelaufen sind", sagte der Olympia-Dritte, der durch den bronzenen Abschluss in Edinburgh sein Lächeln wiedergefunden hatte: "Jetzt kann ich etwas beruhigt in den Urlaub." Vor dem Synchron-Wettbewerb, den die russischen Weltmeister Ilja Sacharow/Jewgeni Kusnezow vor den britischen Olympiasiegern Jack Laugher/Christopher Mears gewannen, hatte Hausding mit sich und der Welt gehadert. Und er war fest davon ausgegangen, erstmals seit seinem EM-Debüt 2008 ohne Edelmetall die Heimreise anzutreten. Er springe "wie der erste Mensch", hatte der Berliner gesagt, im Wettbewerb führe er "einen inneren Kampf, das ist wie in der Formel 1, wenn man einen Platten hat und keine neuen Reifen bekommt". Vom 1-m-Brett war Hausding bereits im Vorkampf gescheitert, weil er sich einen als gefährlichen Sprung gewerteten letzten Durchgang geleistet hatte. Im Einzel von drei Metern hatte der Vizeweltmeister als Fünfter 87 (!) Punkte Rückstand auf den Bronzerang gehabt. Noch schlimmer war aber der Vorkampf gewesen, als sich Hausding während des Wettbewerbs tiefgründige Gedanken über seine Karriere gemacht hatte.

"Da überlegt man ganze Karrieren. Was man so gemacht hat und warum man jetzt hier wie der erste Mensch springt", sagte Hausding, "Wie lange man das eigentlich so macht und was es noch so im Leben gibt." Sein Plan sei weiterhin, "dass ich 2020 in Tokio dabei bin", betonte Hausding: "Aber ich glaube keinem Sportler, dass er in seiner aktiven Karriere nicht mal ans Aufhören gedacht hat." Hausding war monatelang wegen einer Knieverletzung ausgefallen, eine Woche vor dem EM-Start hatte er sich bei einem Trainingssturz auch noch Blessuren am Oberschenkel und Fuß zugezogen.

Tina Punzel hat dagegen ihre zweite EM-Medaille verpasst. Die 23-Jährige aus Dresden sprang im Finale vom 1-m-Brett mit 254,10 Punkten auf Platz vier, zu Gold ging an Marija Poljakowa (Russland, 285,55). Punzel, als Vorkampferste in das Finale eingezogen, lag nach zwei Durchgängen noch auf Platz eins, patzte aber bei ihrem Zweieinhalb-Auerbachsalto im vorletzten Durchgang.(dpa)

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