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Der Glaube soll Berge versetzen
Schwört seine Spieler auf eine schwere Bundesligasaison ein: Nürnbergs Trainer Michael Köllner (in Schwarz).  Foto: dpa
16.08.2018 - 00:00 Uhr
Zur Einstimmung auf die neue Saison fanden sich die Spieler des 1. FC Nürnberg unvermittelt auf einem Friedhof wieder. Zu Beginn des Trainingslagers in Südtirol organisierte Trainer Michael Köllner einen Ausflug zu den Grabstätten an der Kirche St. Stephan in Villanders. Glaube "als Kraftquelle" habe eine große Bedeutung in der Mannschaft, sagt er, deswegen sei nichts dabei, einen solchen Besuch anzusetzen.

Womöglich ist auch ein wenig Aberglaube dabei: Im vergangenen Jahr hatte Köllner die Spieler ins Kloster Neustift bei Brixen geführt - am Saisonende stieg der Club nach vier Jahren in der Zweitklassigkeit zum achten Mal in die Bundesliga auf: Rekord. Damit es nicht gleich wieder runter geht im kommenden Mai, ist der feste Glaube daran, Unmögliches möglich machen zu können, eine Grundvoraussetzung in Nürnberg.

Tatsächlich geht der Club nahezu unverändert in die Saison, wobei die bislang bedeutendste Personalentscheidung der Abgang von Spielgestalter Kevin Möhwald zu Werder Bremen ist. Für ihn hat Sportvorstand Andreas Bornemann noch keinen Ersatz gefunden - was auch nicht weiter verwunderlich ist bei einem Transferetat von nur etwa vier Millionen.

Noch immer drücken den Club Schulden in Höhe von etwa 21 Millionen Euro, der Etat für die Lizenzspielerabteilung liegt bei nur 28 Millionen Euro. "Wir können nicht 'all in" gehen", sagt Köllner. Tapfer versichert er, selbstverständlich könne er mit dem vorhandenen Kader in der Bundesliga bestehen, "wir sind auf allen Positionen handlungsfähig".

Das heißt auch - und wie in der vergangenen Saison: Köllner muss seine Spieler dazu bringen, sich möglichst schnell zu verbessern und an das Niveau der Bundesliga anzupassen. Unter anderem gilt es, Innenverteidiger Ewerton zu ersetzen, der mindestens sechs Wochen ausfällt. Ersatzkandidat für den Abwehrchef ist der erst 19 Jahre alte Kapitän der deutsche U20, Lukas Mühl. Bedarf bestünde zudem in der Offensive, auf den Außenbahnen.

Aber: Finanzielle Abenteuer sind nicht vorgesehen, Bornemann will sich vom angeblich unruhigen Umfeld nicht drängen lassen und nicht kaufen um des Kaufens Willen. "Wir werden alles geben", betont Köllner, "wenn es reicht, ist es super." Und wenn nicht? Dann eben nicht. Dann wird nicht verrückt gespielt und mit Millionen hantiert, die gar nicht da sind.

Freilich: Es muss ja nicht so kommen. "Die Spieler müssen noch eine Schippe drauflegen", weiß Köllner, aber es ist ihm bereits letztes Jahr gelungen, der Mannschaft das Gefühl zu geben: Ich bin davon überzeugt, dass ihr das schafft. Der Glaube, wird er ihnen vermitteln, kann Berge versetzen.

Der BT-Tipp: Platz 17

Zugänge: Christian Mathenia (Hamburger SV/0,5), Robert Bauer (Werder Bremen/ausgeliehen), Törles Knöll (Hamburger SV II), Kevin Goden (1. FC Köln U19), Timothy Tillman (FC Bayern München II/ausgeliehen), Patric Klandt (SC Freiburg).

Abgänge: Kevin Möhwald (Werder Bremen), Thorsten Kirschbaum (Bayer Leverkusen), Lucas Hufnagel (SC Freiburg/war ausgeliehen), Marvin Stefaniak (VfL Wolfsburg/war ausgeliehen), Ulisses Garcia (Werder Bremen/war ausgeliehen), Tobias Werner (VfB Stuttgart/war ausgeliehen), Enis Alushi, Laszlo Sepsi, Miso Brecko (alle Ziel unbekannt). (sid)

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